#1 - Assistierter Suizid



Jeden Tag nehmen sich in Deutschland 25 Menschen das Leben, über 9.000 Menschen im Jahr. Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum § 217 StGB im Februar letzten Jahres, wird die Debatte um den assistierten Suizid auch in der Ärzteschaft geführt. Die ethischen Herausforderungen bei der Hilfe zur Selbsttötung führen zu vielen offenen Fragen: Welche Rolle kann die Ärzteschaft einnehmen? Ist es eine rein ärztliche Aufgabe, sich diesem Thema zu widmen? Oder müssen auch andere Berufsgruppen diese Debatte führen? In der ersten Folge der dritten Staffel unseres Ärzteblatt-Podcasts spricht Prof. Henrik Herrmann, Präsident der ÄKSH, mit Dirk Schnack über offene Fragen, interdisziplinäre Lösungen und eine inhaltsdichte und emotionale ärztliche Debatte während der Kammerversammlung.

FKQS-Herbstsymposium: Versorgungsverbesserungsgesetz – Wirklich besser, weil jetzt alle mitspielen dürfen?

Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege macht der Bund zusätzliche Milliarden für die gesetzliche Krankenversicherung locker. Dieses Geld soll für stabile Kassenfinanzen, für neues Hilfspersonal in der Altenpflege und für mehr Möglichkeiten für Selektivverträge sorgen. Das Gesetz sieht für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen ergänzenden Bundeszuschuss aus Steuermitteln in Höhe von fünf Milliarden Euro vor. Außerdem werden aus den Finanzreserven der Kassen einmalig acht Milliarden Euro entnommen und in den Gesundheitsfonds überführt.

Die Krankenkassen erhalten erweiterte Spielräume für Selektivverträge über die gesetzliche Krankenversicherung hinaus. Auf diese Weise soll regionalen Versorgungsbedarfen stärker Rechnung getragen werden. In der Altenpflege sollen 20.000 zusätzliche Stellen für Pflegehilfskräfte geschaffen und finanziert werden. Alle diese Maßnahmen sollen zur Verbesserung der Versorgung der Patienten beitragen – ob das wirklich so ist und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben, wird auf dem Herbstsymposium des Förderkreises Qualitätssicherung (FKQS) in Schleswig-Holstein e. V. anhand mehrerer Referate und im Podium diskutierten.

Nähere Informationen zum Programm und den Referaten finden Sie hier.

Erneute Verlängerung der Abrechnungsempfehlungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie

Die Bundesärztekammer (BÄK), der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und die Beihilfekostenträger haben die nachfolgenden Abrechnungsempfehlungen bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

  • Gemeinsame Analogabrechnungsempfehlung von BÄK, PKV-Verband und den Beihilfekostenträgern für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie
  • Gemeinsame Abrechnungsempfehlung von BÄK, BPtK, PKV-Verband und den Beihilfekostenträgern für telemedizinische Erbringung von psychiatrischen und psychotherapeutischen Leistungen und interdisziplinäre und/oder multiprofessionelle Videokonferenz im Rahmen der COVID-19-Pandemie

Die Beteiligten vertreten die Sichtweise, dass diese Empfehlung letztmalig verlängert wurde.

Alle aktualisierten Veröffentlichungen  finden Sie hier.

Bekanntmachung des LAsD über Impfstoffherstellung gegen SARS-COV-2

Aus aktuellem Anlass weist das Landesamt für soziale Dienste (LAsD) Schleswig-Holstein als zuständige Überwachungsbehörde für die Eigenherstellung von Arzneimitteln durch Ärzte gemäß § 13 Abs. 2b Arzneimittelgesetz darauf hin, dass die Qualität und Unbedenklichkeit der zur Impfstoffherstellung verwendeten Wirk- und Hilfsstoffe „rekombinantes SARS-COV-2 RBD-Protein“ bzw. „Alhydrogel Adiuvans“, bezogen von der Firma Medidoc, Salzburg, nicht durch valide Zertifikate oder andere geeignete Unterlagen nachgewiesen wurden. Die zum Nachweis durch diese Firma vorgelegten Unterlagen erfüllen die rechtlichen Anforderungen nicht.

Da damit die anerkannten pharmazeutischen Regeln des Arzneibuches für die Qualität des Arzneimittels verletzt werden, darf die Herstellung des Impfstoffes aus diesen Ausgangsstoffen nicht erfolgen. Weiterhin müssen für den Impfstoff gemäß dem europäischen Arzneibuch ausreichend immunogene Eigenschaften und die Unschädlichkeit beim Menschen nachgewiesen sein. Valide Nachweise dafür sind bis jetzt ebenfalls nicht vorgelegt worden.
Vorsorglich weist das LAsD darauf hin, dass bei Nichtbeachtung behördliche Maßnahmen sowie rechtliche Schritte nicht ausgeschlossen werden können.

Informationen zur elektronischen Patientenakte

Die gematik hat neue Informationsmaterialien erstellt, die Praxen die Einführung der elektronischen Patientenakte in den Versorgungsalltag erleichtern sollen. Die beiden Infografiken stehen Ihnen zum Download bereit.

Privatärzt*innen: Abrechnung der Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2

Die Abrechnung der im Zusammenhang mit der Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 erbrachten Leistungen führt zu Unsicherheiten. Die in dem Kabinettsentwurf enthaltene Begründung zur aktuellen Coronavirus-Impfverordnung vom 7. Juni 2021 schließt eine Abrechnung nach GOÄ gegenüber Privatpatient*innen aus, wenn eine Impfung oder eine Impfberatung nach der Corona-Impfverordnung erfolgt. In der Begründung heißt es:
„Eine Anwendung der Gebührenordnung für Ärzte für die Vergütung dieser Leistung und eine private Liquidation gegenüber der Patientin oder dem Patienten ist ausgeschlossen.“
- S. 34 zu § 6 Abs. 1 und 2 (Vergütung ärztlicher Leistungen und Impfzertifikat)

Die Vergütung für eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 inklusive Aufklärung, Impfberatung und symptombezogener Untersuchung (vgl. hierzu auch § 1 Abs. 2 CoronaImpfV) erfolgt über die Impfverordnung. Eine Anwendung der GOÄ scheidet aus, sofern nicht eine medizinische Behandlung oder Untersuchung aufgrund einer weiteren Indikation erfolgt.

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Fachsprach - u. Kenntnisprüfung: Vorbereitung für Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland durch maxQ.

Die Bildungsstätte maxQ. bietet ab dem 27. September 2021 wieder einen umfassenden Vorbereitungskurs für ausländische Ärztinnen und Ärzte an. Die Ziele sind zum einen die Vorbereitung und Absolvierung der telc B2/C1 Fachsprachprüfung Medizin. Zum anderen wird auf die Kenntnisprüfung zur Anerkennung der Gleichwertigkeit der ausländischen medizinischen Ausbildung (Erteilung der deutschen Approbation) vorbereitet.

Die Ansprechpartnerin ist Katharina Deutsch. Telefonnummer: 0431 58089764 oder per E-Mail: deutsch.katharina@maxq.net

Hier gelangen Sie zum dazugehörigen Flyer.

Hier entsteht die neue Seite unseres Gästehauses

In den kommenden Wochen entsteht hier die Seite unseres neuen Gästehauses. Was es zu entdecken gibt? Vom Aufenthaltsraum im Ergeschoss bis zu den einzelnen Zimmern können Sie hier künftig einen Blick in das Gebäude werfen. Wir freuen uns, Sie bald auch persönlich vor Ort begrüßen zu können. Bis dahin können Sie sich den Baufortschritt unseres neuen Gebäudes in der Bildergalerie ansehen.
 

Um in Schleswig-Holstein in die Impfkampagne gegen das SARS-CoV-2 aufgenommen zu werden, ist eine Selbstauskunft über die privatärztliche Tätigkeit notwendig. Das entsprechende Formular sowie weitere Informationen finden Sie auf der folgenden Seite. Weiter

Ergebnisse der Abschlussprüfungen MFA und OTA Sommer 2021

Die Prüfungsergebnisse der Sommer-Abschlussprüfungen 2021 sind ab sofort hier einsehbar.

Das Bundesgesundheitsministerium treibt die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung mit Nachdruck voran. Nicht nur durch entsprechende Gesetzgebung (siehe SGB V) sondern auch durch Übernahme der Anteilsmehrheit an der damit beauftragten gematik GmbH. Weiter
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat in der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV) vom 10. März 2021 die Modalitäten bzgl. Weiter
Die Gesundheitsinstitutionen haben bereits zu Beginn der Pandemie vereinbart, die Informationsflut nicht selbst redaktionell aufzuarbeiten. Erfahrungen aus anderen Sondersituationen haben gezeigt, dass die Gefahr von Übermittlungs- und Interpretationsfehlern zu groß ist. Weiter

Kostenloses eLearning-Modul zum Antigen-Schnelltest für SARS-CoV-2

In diesem kostenlosen eLearning-Modul lernen Sie wie der Antigen-Schnelltest für SARS-CoV-2 richtig durchgeführt wird.

Fort- und Weiterbildungen der Akademie

Die Akademie bietet ein breites Fort- und Weiterbildungsprogramm für Ärztinnen und Ärzte und medizinisches Assistenzberufe an. Jährlich finden hier über 400 Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen mit mehr als 6.000 Teilnehmern statt.

Die Gewalt gegen Ärztinnen und Ärzte nimmt zu. Diese Entwicklung ist keinesfalls nur in Deutschland zu beobachten. Weiter