Fehlinformationen, krude Thesen und Drohungen

Vereinzelt haben uns Mitglieder über den Eingang von irritierenden Briefen mit Fehlinformationen und Drohungen informiert. In der Regel handelt es sich hierbei allerdings um Massenbriefe, was darauf schließen lässt, dass viel mehr Ärztinnen und Ärzte Post dieser Art erhalten haben. Nach enger Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden empfehlen wir nach eigener Einschätzung des Bedrohungspotenzials die direkte Kontaktaufnahme mit der nächsten Polizeidienststelle. Die Ärztekammer beobachtet und sammelt diese Fälle, um weiter informieren und beraten zu können.
Gewalt jeglicher Art gegen Ärztinnen und Ärzte, die in dieser Situation ihr Bestes tun, die Krankenversorgung aufrecht zu erhalten und dazu noch durch das Impfen präventiv tätig zu sein, verurteilen wir aufs Schärfste.

Ergebnisliste der schriftlichen Prüfung MFA Winter 2021

Hier geht es zu den Prüfungsergebnissen der diesjährigen schriftlichen MFA-Prüfung (Winter 2021).
 

Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger

Die mit § 6 der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung veranlassten Änderungsregelungen für die Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger gemäß § 5 BtMVV behalten weiterhin bis zum 31. Mai 2022 ihre Gültigkeit. Diese Frist ist in § 9 Abs. 1 S. 2 SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung festgelegt.

Die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung kann hier abgerufen werden.

Der Tätigkeitsbereich Qualitätsmanagement erlangt durch die geplante qualitätsrelevante Vergütung zusätzlich an Bedeutung. Das Weiterbildungsangebot basiert auf dem Musterkursbuch "Ärztliches Qualitätsmanagement". Weiter

Testverpflichtung nach § 28 b Abs. 2 IfSG

Wie das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstzein mitteilte, könne die Testung gem. § 28 b Abs. 2 Satz 4 IfSG für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber und Beschäftige, die geimpft oder genesen sind, auch durch Antigen-Tests zur Eigenanwendung ohne Überwachung erfolgen. Dies müsse bis auf Weiteres nicht täglich, aber mindestens zweimal pro Kalenderwoche erfolgen. Weiter heißt es: „Bei § 28 b Abs. 2 Satz 5 IfSG, der die zweimalige Wiederholung pro Kalenderwoche lediglich für PCR-Testungen be-stimmt, handelt es sich mit Blick auf die Gesetzesbegründung wohl um ein redaktio-nelles Versehen bzw. einen offensichtlichen Verweisungsfehler. Daher kann, sofern das einrichtungsbezogene Hygienekonzept oder die Coronabekämpfungsverordnung des Landes nichts anderes besagt, bis zu einer Klarstellung durch den Bundesgesetzgeber auf die tägliche Testung von geimpften oder genesenen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sowie Beschäftigten in Einrichtungen nach § 23 Abs. 3 Satz 1 IfSG verzichtet werden, ohne Ordnungswidrigkeitenverfahren befürchten zu müssen, unter der Voraussetzung, dass sichergestellt ist, dass bei den geimpften oder genesenen Arbeitgebern und Beschäf-tigten zweimal wöchentlich ein Antigen-Test zur Eigenanwendung auch ohne Überwa-chung (Selbsttest) erfolgt.“

Die Ärztekammer hat nach Inkrafttreten des Gesetzes eine Klarstellung gefordert. Auch die Gesundheitministerkonferenz fasste einstimmig folgenden Beschluss zu § 28b Abs. 2 IfSG:

„1. Die GMK fordert den Bundesgesetzgeber auf, umgehend klarzustellen, dass für die immunisierten Beschäftigten in den in § 28b Absatz 2 IfSG genannten Einrichtungen eine Testung von zwei Mal wöchentlich mittels einem vom Arbeitgeber bereitgestellten Antigen-Schnelltest in Eigenanwendung ausreichend ist. Zudem fordert die GMK den Bundesgesetzgeber umgehend zu einer entsprechen Korrektur der gesetzlichen Regelung auf. Die Gesundheitsministerinnen und -minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder sind sich einig, dass bis dahin die Regelungen in §28b Absatz 2 im vorgenannten Sinne für Immunisierte nicht angewendet werden. Dies gilt auch für das Aussetzen von Dokumentations- und Berichtspflichten.

2. Die Bundesregierung wird aufgefordert, die TestV dahingehend anzupassen, dass eine vollständige Refinanzierung aller sich aus § 28b Absatz 2 ergebenden Testpflichten verbunden ist."

#2 - Gesundheitspolitik im Sondierungspapier der Ampelkoalition



Investitionsstaus, Reform des DRG-Systems und Klimapolitik im Gesundheitswesen: Die Liste der Themen, die die neue Bundesregierung im Gesundheitswesen angehen muss, ist lang. Und doch sind die Gesundheitsthemen im ersten Sondierungspapier der Ampelkoalition in einen Unterabsatz zur sozialpolitischen Ausrichtung der drei Parteien abgerutscht. Weshalb die Gesundheitspolitik in den kommenden Jahren vor großem Handlungsbedarf steht und welche Themen noch bewegt werden müssen, hören Sie in der neuen Podcastfolge des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblattes.

Informationen zur elektronischen Patientenakte

Die gematik hat neue Informationsmaterialien erstellt, die Praxen die Einführung der elektronischen Patientenakte in den Versorgungsalltag erleichtern sollen. Die beiden Infografiken stehen Ihnen zum Download bereit.

Erneute Verlängerung der Abrechnungsempfehlungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie

Die Bundesärztekammer (BÄK), der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und die Beihilfekostenträger haben die nachfolgenden Abrechnungsempfehlungen bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

  • Gemeinsame Analogabrechnungsempfehlung von BÄK, PKV-Verband und den Beihilfekostenträgern für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie
  • Gemeinsame Abrechnungsempfehlung von BÄK, BPtK, PKV-Verband und den Beihilfekostenträgern für telemedizinische Erbringung von psychiatrischen und psychotherapeutischen Leistungen und interdisziplinäre und/oder multiprofessionelle Videokonferenz im Rahmen der COVID-19-Pandemie

Die Beteiligten vertreten die Sichtweise, dass diese Empfehlung letztmalig verlängert wurde.

Alle aktualisierten Veröffentlichungen  finden Sie hier.

Privatärzt*innen: Abrechnung der Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2

Die Abrechnung der im Zusammenhang mit der Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 erbrachten Leistungen führt zu Unsicherheiten. Die in dem Kabinettsentwurf enthaltene Begründung zur aktuellen Coronavirus-Impfverordnung vom 7. Juni 2021 schließt eine Abrechnung nach GOÄ gegenüber Privatpatient*innen aus, wenn eine Impfung oder eine Impfberatung nach der Corona-Impfverordnung erfolgt. In der Begründung heißt es:
„Eine Anwendung der Gebührenordnung für Ärzte für die Vergütung dieser Leistung und eine private Liquidation gegenüber der Patientin oder dem Patienten ist ausgeschlossen.“
- S. 34 zu § 6 Abs. 1 und 2 (Vergütung ärztlicher Leistungen und Impfzertifikat)

Die Vergütung für eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 inklusive Aufklärung, Impfberatung und symptombezogener Untersuchung (vgl. hierzu auch § 1 Abs. 2 CoronaImpfV) erfolgt über die Impfverordnung. Eine Anwendung der GOÄ scheidet aus, sofern nicht eine medizinische Behandlung oder Untersuchung aufgrund einer weiteren Indikation erfolgt.

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Fachsprach - u. Kenntnisprüfung: Vorbereitung für Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland durch maxQ.

Die Bildungsstätte maxQ. bietet ab dem 27. September 2021 wieder einen umfassenden Vorbereitungskurs für ausländische Ärztinnen und Ärzte an. Die Ziele sind zum einen die Vorbereitung und Absolvierung der telc B2/C1 Fachsprachprüfung Medizin. Zum anderen wird auf die Kenntnisprüfung zur Anerkennung der Gleichwertigkeit der ausländischen medizinischen Ausbildung (Erteilung der deutschen Approbation) vorbereitet.

Die Ansprechpartnerin ist Katharina Deutsch. Telefonnummer: 0431 58089764 oder per E-Mail: deutsch.katharina@maxq.net

Hier gelangen Sie zum dazugehörigen Flyer.

Um in Schleswig-Holstein in die Impfkampagne gegen das SARS-CoV-2 aufgenommen zu werden, ist eine Selbstauskunft über die privatärztliche Tätigkeit notwendig. Das entsprechende Formular sowie weitere Informationen finden Sie auf der folgenden Seite. Weiter
Das Bundesgesundheitsministerium treibt die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung mit Nachdruck voran. Nicht nur durch entsprechende Gesetzgebung (siehe SGB V) sondern auch durch Übernahme der Anteilsmehrheit an der damit beauftragten gematik GmbH. Weiter
Die Gesundheitsinstitutionen haben bereits zu Beginn der Pandemie vereinbart, die Informationsflut nicht selbst redaktionell aufzuarbeiten. Erfahrungen aus anderen Sondersituationen haben gezeigt, dass die Gefahr von Übermittlungs- und Interpretationsfehlern zu groß ist. Weiter

Kostenloses eLearning-Modul zum Antigen-Schnelltest für SARS-CoV-2

In diesem kostenlosen eLearning-Modul lernen Sie wie der Antigen-Schnelltest für SARS-CoV-2 richtig durchgeführt wird.

Fort- und Weiterbildungen der Akademie

Die Akademie bietet ein breites Fort- und Weiterbildungsprogramm für Ärztinnen und Ärzte und medizinisches Assistenzberufe an. Jährlich finden hier über 400 Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen mit mehr als 6.000 Teilnehmern statt.

Die Gewalt gegen Ärztinnen und Ärzte nimmt zu. Diese Entwicklung ist keinesfalls nur in Deutschland zu beobachten. Weiter