Die unglücklichen Äußerungen des Präsidenten der Bundesärztekammer zur Wirksamkeit von Masken in einer Talkshow in der vergangenen Woche haben mehrere Mitglieder der Ärztekammer Schleswig-Holstein dazu veranlasst, sich empört zu Wort zu melden. Die Forderungen reichten dabei von Entschuldigung bis Rücktritt.
Vorstand und Geschäftsführung der Ärztekammer Schleswig-Holstein hatten sich ebenso besorgt gezeigt. Abgesehen davon, dass zuletzt vermehrt publizierte Evidenzen zur Effektivität von Masken völlig außer Acht gelassen worden waren, fühlten sich die Kolleginnen und Kollegen im ganzen Land, die redlich versuchen Überzeugungsarbeit zu leisten und das Schlimmste zu verhindern, im Stich gelassen.
Zahlreiche Landesärztekammern haben gleich am Folgetag eigene Statements veröffentlicht so auch die Ärztekammer Schleswig-Holstein, deren Vorstand auf seiner Klausursitzung am vergangenen Wochenende das Thema nochmals aufgegriffen hat. Einstimmig ist beschlossen worden, auch nach dem "Zurückrudern" aus Berlin dennoch eine Protestnote auf den Weg zu bringen, um der erheblichen Irritation Ausdruck zu verleihen.
Masken sind ein günstiger, einfacher und kaum belastender "Baustein" in einer "Abwehrmauer" gegen die ungebremste Ausbreitung des Coronavirus.
Ihr Einsatz wird dringend gefordert.