im Bereich der Weiterbildung entwickeln sich nach dem aktuellen Stand der Weiterbildungsordnung und sind ein Baustein auf dem Weg zu einer Zusatz- oder Facharztbezeichnung. Jederzeit können Sie diese Angebote auch als Fortbildung besuchen.

Unser komplettes Weiterbildungsangebot für Ärzt*innen finden Sie hier!

 

Aktuelle Themen:

Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung

Der Tätigkeitsbereich Qualitätsmanagement erlangt durch die geplante qualitätsrelevante Vergütung zusätzlich an Bedeutung. Die ersten nach dem 200-Std.-Curriculum der Bundesärztekammer weitergebildeten Qualitätsmanager*innen gehen zudem langsam in den Ruhestand. Das Musterkursbuch "Ärztliches Qualitätsmanagement" als Grundlage der meist berufsgruppenübergreifend ausgelegten Kursangebote ist kürzlich grundlegend überarbeitet und im Mai 2019 neu herausgegeben worden. Es gilt als weithin anerkanntes Standardwerk für die umfassende Qualifizierung von Gesundheitsprofis in den rechtlichen Grundlagen, Methoden und Verfahren des Qualitätsmanagements.

In Kooperation mit erfahrenen Expert*innen hat die Ärztekammer Schleswig-Holstein auf dieser Grundlage und unter Leitung von Dr. Henrik Herrmann und Dr. Carsten Leffmann einen aktuellen Lehrgang konzipiert, der Anfang 2020 an den Start geht. Zusätzlich wird das Fortbildungscurriculum "Peer Review" enthalten sein; Ärztinnen und Ärzte können nach Abschluss dieser Kursweiterbildung die Zusatzqualifikation "ärztliches Qualitätsmanagement" erlangen.

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Suchtmedizinische Grundversorgung

„Ich arbeite gern mit Suchtpatienten...“
Haben Sie diesen Satz schon einmal gehört? Nein? Ich auch nicht.
Denn er fällt in der ärztlich-therapeutischen Praxis leider sehr selten. Und wer ihn tätigt läuft Gefahr irritierte, überraschte oder gar misstrauische Blicke zu ernten. Auf einer Rangskala von Erkrankungen chargiert die Suchtpatient*in im unteren Abschnitt, wenn nicht gar auf einem der letzten Plätze. Allem Bemühen um Verständnis, Gleichbehandlung und Objektivität zum Trotz, ist kaum eine Patientengruppe derart stigmatisiert, wie die Patient*innen mit einer stoffgebundenen oder verhaltensbezogenen Abhängigkeit.

Gleichzeitig suchen gerade diese Patient*innen häufig erst sehr spät das Suchthilfesystem auf, da tief sitzende Scham- und Schuldgefühle sie zum Teil jahrelang daran hindern, offen über ihr Konsumverhalten zu sprechen. Aber  75%  genau dieser Patient*innen suchen mindestens einmal im Jahr eine niedergelassene Ärzt*in auf, allerdings nicht vordergründig, um Hilfe bei der Bewältigung ihrer Abhängigkeit zu erhalten, sondern häufig, um substanzassoziierte Symptome / Störungen behandeln zu lassen. Welch eine Chance, wenn sie dort auf kompetente Behandler treffen, die die Abhängigkeit erkennen, diagnostizieren und den Patient*innen ggf.  in das Suchthilfesystem vermitteln!

Der Kurs zur suchtmedizinischen Grundversorgung möchte genau hier ansetzen. Eine grundlegende Sensibilisierung für das Thema Sucht steht ebenso im Vordergrund wie die Vertiefung des Verständnisses für diese Erkrankung und deren zum Teil unliebsamen Begleitphänomene (Verleugnung, Bagatellisierung etc.). Die Teilnehmer*innen des Curriculums erhalten Screeninginstrumente an die Hand, die es auch bei einem sehr knappen Zeitkontingent erlauben, erste Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Suchterkrankung zu erhalten. Neben der Vermittlung von Diagnosekriterien, wissenswerten rechtlichen Grundlagen und spannenden neurobiologischen Modellen spielt auch der Selbsterfahrungsanteil eine Rolle in diesem Curriculum, welches von erfahrenen Referent*innen mit hohem Praxisbezug dargeboten wird. Neben der Stoffkunde spielt insbesondere die motivierende Gesprächsführung, die Kernelement in der Arbeit mit Suchtpatient*innen darstellt, eine herausragende Rolle. Neben einem Modul zu illegalen Drogen wird im Wahlmodul „Substitution mit Diamorphin“ auf die Besonderheiten der diamorphingestützten Substitution eingegangen. Die Teilnahme am Curriculum ist die Voraussetzung zur Erlangung der Zusatzbezeichnung „Suchtmedizinische Grundversorgung“ und stellt die Grundlage für die fachliche Befähigung zur Substitutionsbehandlung dar.

Es wird im Curriculum ein Rahmen geboten, um Erfahrungen auszutauschen, Haltungen zu hinterfragen und neue Ideen zu überprüfen. Und vielleicht gelingt es ein kleines Stück weit, dass der ein oder andere Teilnehmer sich irgendwann im Titel dieses Beitrages wiederfindet.

 

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Notfallmedizin

Jährlich bieten wir in Zusammenarbeit mit der Allgemeinen Klinik der Segeberger Kliniken GmbH, dem Westküstenklinikum Heide und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein unter der Leitung von PD Dr. Tilman von Spiegel (Facharzt für Anästhesiologie, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst; Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Westküstenklinikum Heide) die Weiterbildung „Zusatzbezeichnung Notfallmedizin“ an.

Der Kurs wird entsprechend dem Kursbuch der Bundesärztekammer durchgeführt und ist bundesweit anerkannt. Die Voraussetzungen zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin sind nicht bundeseinheitlich geregelt. Bitte erkundigen Sie sich bei der für Sie zuständigen Ärztekammer nach den für Sie geltenden Bestimmungen.

Unser Kurs vermittelt Ihnen durch viele praktische Übungsmöglichkeiten in kleinen Gruppen mit einer professionellen Ausstattung eine praxisnahe Weiterbildung, z. B. Intubation, Reanimation, Simulation, ACLS-Training, Herzrhythmusstörungen, Säuglingsreanimation/-intubation, Polytrauma, Helmabnahme, Verbrennung, Thoraxdrainage/Koniotomie, Sichtungsübung „Großschadenslage“.
Für eine bestmögliche, realistische Ausbildung von Notfallszenarien wird im Rahmen des Kurses der mit einem Qualitätspreis ausgezeichnete Trainings-RTW der Rettungsdienst-Akademie Heide mit modernster Simulations- und Steuerungstechnik eingesetzt.

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Akupunktur

Die Zusatz-Weiterbildung Akupunktur umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die therapeutische Beeinflussung von Körperfunktionen über definierte Punkte und Areale der Körperoberfläche durch Akupunkturtechniken, für die eine Wirksamkeit nachgewiesen ist.

Mit unseren Kursen bieten wir Ihnen die nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein vorgeschriebenen Kurse zur Erlangung der Zusatzbezeichnung.

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Psychosomatische Grundversorgung

Der Kurs „Psychosomatische Grundversorgung“ soll mit dem Fokus auf patientenzentrierte Kommunikation und der Gestaltung einer als positiv empfundenen Patient-Arzt-Beziehung die in Aus- und Weiterbildung erworbenen Kompetenzen in den Grundlagen der Psychodiagnostik, der Gesprächsführung und der Kooperation im psychotherapeutischen Versorgungssystem vertiefen. Den ebenfalls erforderlichen Nachweis über die Teilnahme einer 30 stündigen Balint-Gruppenarbeit können Sie ebenfalls bei uns absolvieren.

Die Kursreihe findet regelmäßig statt und besteht aus 3 Teilen mit insgesamt 50 Unterrichtsstunden gemäß Vorgaben, wobei jeder Kurs einzeln buchbar ist.

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Qualifikation Tabakentwöhnung - Von der Tabakabhängigkeit zur Rauchfreiheit?!-Ärztlich angeleitete (Selbst-)Hilfe für Patienten -

Die Beratung und Motivation zur Tabakentwöhnung ist nach dem aktuellem DMP Asthma Vertrag abrechenbar!

Ziel der Qualifikationsmaßnahme ist es, Ärzt*innen detaillierte Informationen zu den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den gesundheitlichen Aspekten des Tabakkonsums zu vermitteln, ihre Kenntnisse für eine erfolgreiche Ansprache, Motivierung und Therapie ihrer rauchenden Patienten zu vertiefen und praktische Hilfestellung bei der Einführung von Raucherberatungen und Entwöhnungsbehandlungen in der ärztlichen Praxis oder Klinik zu bieten.

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