Im Rahmen einer bundesweit angelegten Interventionsstudie der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) sollen rund 1300 Patientinnen und Patienten untersucht werden, bei denen eine unkomplizierte COVID-19-Erkrankung diagnostiziert wurde. Ausgangspunkt des Forschungsprojektes ist die Vermutung, dass Malnutrition ein wesentlicher Faktor für einen schweren Verlauf der SARS-CoV-2 Infektion sein könnte.
Hausärztliche Kolleginnen und Kollegen  werden gebeten ihre frisch-diagnostizierten, ambulanten Patientinnen und Patienten auf die Studie hinzuweisen.

Über einen Zeitraum von vier Wochen wird einer Gruppe der teilnehmenden Patienten eine geringe Menge Nicotinamd (Vitamin B3, 1000mg) verabreicht und deren Auswirkung auf den Krankheitsverlauf untersucht. Eine Kontrollgruppe erhält im gleichen Zeitraum Kieselerde.

Geleitet wird die Studie von Prof. Stefan Schreiber (Direktor der Klinik für Innere Medizin I, UKSH), Prof. Matthias Laudes (Schwerpunkt Ernährungsmedizin an der Klinik für Innere Medizin I, UKSH), Prof. Wolfgang Lieb (Direktor des Instituts für Epidemiologie von CAU und UKSH) und dem Kompetenznetz Darmerkrankungen e.V. (ehemals BMBF Kompetenznetz). Das Forschungsvorhaben wurde von der Ethikkommission der medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) bewilligt.

Eine ausführliche Beschreibung der Studie sowie Kontaktmöglichkeiten über ein eingerichtetes Arzttelefon und eine E-Mailadresse für Ärzte erhalten Sie in einem gesonderten Rundschreiben und in der Mai-Ausgabe des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblattes.