Logo Arbeitskreis Migration und Gesundheit
Der Arbeitskreis Migration und Gesundheit hat das Ziel, eine interkulturelle Öffnung des Gesundheitssystems zu erreichen und die Gesundheitsversorgung der MigrantInnen in Schleswig-Holstein zu verbessern.

Der Arbeitskreis existiert seit dem Jahr 2000 und ist auf Initiative des „Migrationspolitischen Runden Tischs“ des Innenministeriums eingerichtet worden. Der damalige Staatssekretär im IM Wegener beauftragte den Landesverband der AWO einen landesweiten Arbeitskreis ins Leben zu rufen, der sich mit dem Thema „Gesundheitsversorgung von MigrantInnen“ beschäftigen sollte. Auf die Mitarbeit der Ärztekammer sowie von VertreterInnen des Sozialministeriums legte Herr Wegener besonderen Wert. Die Ärztekammer übernahm neben der regelmäßigen inhaltlichen Arbeit die Aufgabe der Koordination und organisatorische Unterstützung dieses Arbeitskreises und leitet bis heute die Geschäftsstelle.

Die Ziele des Arbeitskreises sollen durch

  • Sensibilisierung medizinischer Fachkräfte für die Lebenssituation von Migranten
  • Vermittlung interkultureller Kompetenz durch Fachtagungen und Fortbildungen
  • Vermittlung interkultureller Kompetenz schon in der Ausbildung medizinischer Berufe
  • Interkulturelle Öffnung des Gesundheitswesens
  • Informations- und Aufklärungsarbeit über das deutsche Gesundheitssystem für Migranten
  • Zusammenarbeit mit Multiplikatoren in der Migrationsarbeit

verwirklicht werden.

Hintergrundinformationen

Die Mitglieder

  • Ole Asmussen, Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH
  • Dipl.-Psych. Heiko Borchers, Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein
  • Christine Brandes, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
  • Torsten Döhring, Beauftragter für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen der Landes Schleswig-Holstein
  • Dr. med. Rolf Drews, Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster
  • Dr. med. Reinhard Fröschlin, Segeberger Kliniken GmbH
  • Katja George, Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH
  • PD Dr. Katja Götz, Institut für Allgemeinmedizin Lübeck
  • Martina Hamann, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
  • Brigitte Harbering, KIBIS-Kiel
  • PD Dr. Kamila Jauch-Chara, Zentrum für integrative Medizin ZiP gGmbH, Lübeck
  • Birgül Karabulut, ELELE Kiel
  • Dr. Hilmar Keppler, DRK Kreisverband Neumünster e.V.
  • Dipl.-Psych. Ulrich Kruse, Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein
  • Dr. Cebel Kücükkaraca, vertreten durch Murat Baydas, Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V.
  • Dr. med. Carsten Leffmann, Ärztekammer Schleswig-Holstein
  • Prof. Gaby Lenz, Fachhochschule Kiel
  • Dorothee Michalscheck, Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. in Schleswig-Holstein
  • Krystyna Michalski, Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein e.V.
  • Anja Moderegger, UKSH Akademie gGmbH
  • Dr. med. Bernhard Osen, Schönklinik Bad Bramstedt
  • Juliane Plöhn, Kassenärztliche Vereinigung
  • Ivonne Ristow, Gesundheitsamt Lübeck
  • Stefanie Thielebein, Zentrum für integrative Psychiatrie ZiP gGmbH Kiel
  • Ulrike Tietz, Gesundheitsamt Lübeck
  • Michael Treiber, Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Schleswig-Holstein, Fachausschuss Migration
  • Thomas Wetterau, Jugendlichen Jobcenter Kiel
  • Dr. Sibylle Wilms, Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) gGmbH
  • Gerhard Witte, Campuszentrum Kiel
  • Katharina Wulf, Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen der Landes
    Schleswig-Holstein

Durchgeführte Veranstaltungen und erarbeitete Themen

2000

  • Fachtagung „MigrantInnen und Gesundheit in Schleswig-Holstein“ am 1. April 2000

2001

  • Intensiver Austausch über folgende Thematiken:
    • Initiierung einer Informationsveranstaltung zum deutschen Gesundheitssystem
    • Planung von Fortbildungsveranstaltungen für Ärztinnen und Ärzte und medizinisches Fachpersonal im Hinblick auf den Erwerb interkultureller Kompetenz
    • Planung von Fortbildungsveranstaltungen für DolmetscherInnen

2002

  • Fachtagung „MigrantInnen und Gesundheit in Schleswig-Holstein zum Thema „Gesund bleiben – und bei Krankheit die richtige Hilfe“ am 24. August 2002
  • Fachtagung „MigrantInnen und Gesundheit in Schleswig-Holstein zum Thema „Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen in der Praxis“ am 25. September 2002
  • Fachtagung „MigrantInnen und Gesundheit in Schleswig-Holstein zum Thema „Kinderspezifische Traumatisierung von Flüchtlingen“ am 4. Dezember 2002

2003

  • Fortbildung für DolmetscherInnen, die bereits bei psychotherapeutischer Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen tätig sind zum Thema „Dolmetschen im ärztlichen und psychotherapeutischen Kontext“ am 19./20. September 2003
  • Veranstaltung zum Thema „Brustlife“ am 22. Oktober 2003
  • Veranstaltung zum Thema „Junge MigrantInnen und Sucht – im Blickpunkt: Jugendliche aus der ehemaligen UdSSR“ am 29. Oktober 2003

2004

  • „Wir sind für alle da – einmal anders gesehen Diversity-Management: Nutzen Sie das Anderssein der Anderen“ am 27. September 2004
  • „Richtig ernähren – aber wie?“ ab 7. - 21. September 2004
  • „Wie bleibt meine Familie gesund?“ am 1. August 2004 und 15. Dezember 2004
  • „Tanz und Bewegung hält gesund!“ ab 5. November bis 31. Dezember 2004
  • „Gib AIDS und Drogen keine Chance!“ am 22. und 24. November 2004
  • „Ausbildung von jugendlichen MigrantInnen“ am 22. November 2004
  • „Brustlife“ am 21. September, 11., 19. und 23. November, 2. Dezember 2004
  • „Anforderungen an die Dolmetschertätigkeit: Dolmetschen im medizinischen und psychotherapeutischen Kontext für Asylbewerber und Traumatisierte Flüchtlinge“ am 15./16. Oktober 2004
  • „Auswirkungen der Gesundheitsreform auf die medizinische und psychotherapeutische Versorgung von Asylbewerbern und traumatisierten Flüchtlingen“ am 20. Oktober 2004
  • „Beratung von Flüchtlingen mit traumatischen Erfahrungen – die Bewältigung des Unbewältigbaren“ am 1. und 29. September 2004
  • „Diversity im Gesundheitswesen“ am 27. September 2004

2005

  • „Dolmetschen im Krankenhaus“ am 7. Mai 2005, 17. September 2005 und 21. Oktober 2005
  • „Erst das Baby und dann...“ ganzjährig
  • „Gesunde Gewichtsreduktion“ ganzjährig
  • „Beratung von traumatisierten Flüchtlingen – Erfahrungsaustausch, Fallbesprechungen und Umgang mit Belastungen“ am 8. Juni 2005
  • „Gesundheitsversorgung von Menschen ohne Aufenthaltsrecht“ am 21. September 2005
  • „Vermittlung interkultureller Kompetenz“ am 5. November 2005
  • „Das schmeckt gut“ ab 19. Dezember 2005

2006

  • „Vermittlung interkultureller Kompetenz“ am 14. Oktober 2006
  • „Psychotherapie mit traumatisierten Flüchtlingen unter Beteiligung von Dolmetschern“ am 10. Mai 2006
  • „Prävention von Kinderkrankheiten“ am 5. Oktober 2006 und 12. Oktober 2006
  • „Prävention von AIDS“ am 12. Oktober 2006
  • „Dolmetschen im Krankenhaus“ am 3. und 8. November 2006
  • „Dolmetschen im Gesundheitswesen: Anforderungen in Psychotherapie und ärztlich-psychiatrischer Behandlung“ am 10. November 2006
  • „Drogenprobleme bei türkischsprachigen Migrantinnen und Migranten“ ganzjährig
  • „Muttersprachliche Informationsreihe zu besonderen Gesundheitsthemen“ ganzjährig
  • „BRUSTlife“ ganzjährig

2007

  • Intensiver Austausch über folgende Thematiken:
    • tägliche Zusammenarbeit mit Migrantinnen und Migranten
    • Erarbeitung von Themenschwerpunkten für Veranstaltungen im Rahmen des Projekts „Mit Migranten für Migranten“
    • Durchführung des Projektes „Mit Migranten für Migranten (MiMi)“ an den Standorten Kiel, Lübeck und Neumünster

2008

  • Das Projekt „Mit Migranten für Migranten (MiMi)“ wurde zum ersten Mal in Schleswig-Holstein an den Standorten Kiel, Lübeck und Neumünster durchgeführt.
  • 76 Personen haben die Ausbildung zum Gesundheitslotsen erfolgreich abgeschlossen und sind somit auch für die Durchführung weiterer Veranstaltungen zu Gesundheitsthemen geeignet.
  • Regionale Koordination und Implementierung des MiMi-Projektes, insbesondere durch die Mitwirkung in der Steuerungsgruppe des schleswig-holsteinischen Projektes und in der Brückenfunktion zum Ethno-Medizinischen Zentrum in Hannover.

2009

  • Fortbildungsseminar zum Thema „Transkulturelles Lernen und konstruktive Konfliktberatung nach ATCC und Theatermethoden nach A. Boal“ am 9. und 16. September 2009
  • Fachtagung „Kultursensibler Umgang und Interkulturalität im Gesundheitswesen“ am 25./26. September 2009 (UKSH, Kiel)
  • Fortbildungsreihe „Folgen von Gewalt im interkulturellen Kontext“ im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Lübeck am 16., 23. und 30. September 2009
  • Veranstaltung bei der Hermann-Ehlers-Akademie in Kiel am 23. Februar 2009

2010

  • Veranstaltung für MiMi-Gesundheitslosinnen und -lotsen zum Thema „Alter, Pflege und Gesundheit“ am 11 September 2010
  • Veranstaltung zum Thema „Verstehen und verstanden werden“ im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2010 in Lübeck am 1./26. Oktober /5. November 2010
  • Veranstaltung zum Thema „Psychischer Druck durch Migration? Suizidgefährdung bei Frauen mit Migrationshintergrund“ am 4. November 2010
  • Veranstaltung für MiMi-Gesundheitslosinnen und -lotsen zum Thema „Seelische Gesundheit von Kindern- und Jugendlichen/ Gesunde Ernährung und Vermeidung von Übergewicht“ am 29. Oktober 2011

2011

  • Sieben Veranstaltungen zu verschiedenen Gesundheitsthemen (Osteoporose, Mund-, Kiefer- und Gesichtskrankheiten, Diabetes, Gesunde Ernährung und Sport, Verwandtschaftsheirat und biologische Risiken)
  • „Fit for Young Kiel“ - Sozialraumprojekt für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund
  • Erstellung eines Versorgungsatlas für Schleswig-Holstein für muttersprachliche Fachärzte/-innen und Psychotherapeuten/-innen
  • Planung der Fachtagung „Vielfalt macht gesund – Kultur und Migration als Herausforderung in der Gesundheitsversorgung“
  • Herstellung des „MiMi-Gesundheitsleitfaden“ in den Sprachen türkisch, russisch, griechisch, arabisch und deutsch für den Standort Lübeck
  • Herstellung von Folienvorlagen für die Themenbereiche „Suchtprävention“ und „Alter und Pflege“ für die Standorte Kiel und Neumünster

2012

  • Sechs Veranstaltungen im Rahmen des Kleinprojektes „Gesunde Ernährung für Grundschulkinder in Kiel“
  • Projekt „Männergesundheit und deren Teilnahme an Veranstaltungen zu gesundheitlichen Themen im Rahmen von MiMi-Veranstaltungen“
  • Herstellung des „MiMi-Gesundheitsleitfaden“ für den Standort Lübeck
  • „Einsatz von Gesundheitslotsen: MiMi – Mit Migranten für Migranten in Kiel und Neumünster
  • Fortbildung zum Thema „Psychotherapie zu Dritt. Über die Arbeit mit Dolmetscherinnen und Dolmetschern in therapeutischen Gesprächen. Erfahrungen mit einer scheinbar unmöglichen Annäherung“

2013

  • Intensiver Austausch über die verschiedenen Projekte der Arbeitskreismitglieder:
    • Projekt „Aktive Teilhabe in Schleswig-Holstein“, Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.
    • Vorstellung der Arbeit eines Integrationsbeauftragten in Krankenhäusern
    • Vorstellung der Arbeit des Medibüro Kiel

2014

  • Entwicklung eines Logos für den Arbeitskreis Migration und Gesundheit
  • Erstellung einer Dokumentation der BafF-Jahrestagung 2013
  • Konzepterstellung zum Aufbau eines Traumazentrums in Schleswig-Holstein
  • Strukturelle Anbindung des Landesarbeitskreises „Migration und Psychiatrie“ an den AK Migration und Gesundheit
  • Vorstellung des Projektes „Berufsbezogene Deutschförderung von internationalen Ärztinnen im Krankenhaus“ durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
  • Vorstellung des Projektes „Selbsthilfe und Migration“ durch die Selbsthilfekontaktstelle in Kiel

2015

  • Erste gemeinsame Sitzung mit der Landesregierung mit Entwicklung folgender Hauptanliegen an diese:
    • Dolmetscher = Kassenleistung
    • Leistungskatalog für Asylbewerber
    • Migration = Internationalisierung
    • Altenhilfe für Migrantinnen und Migranten
    • Teilhabe/ Stärkung der Migrantenorganisationen
    • Selbsthilfe für Migrantinnen und Migranten
    • Aufklärung, Prävention
    • Aufenthalt behinderte Migrantinnen und Migranten
    • Gesundheitskarte/ Medicard
    • Mittelzuständigkeit im Sozialministerium
    • Interkulturelle Öffnung der Regelversorgung
    • Berichterstattung traumatisierte Flüchtlinge
  • Weiterentwicklung des Konzeptes zum Aufbau eines Traumazentrums in Schleswig-Holstein
  • Berichterstattung über die Einführung der Gesundheitskarte für Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Vorstellung der Einrichtung ELELE Sozialpädagogisches Begleitungs- und Beratungszentrum für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, Kiel
  • Kurzbericht aus dem Psychiatrischen Krankenhaus Rickling
  • Thematisierung „Migration und zahnärztliche Gesundheit“
  • Unterstützung des Modellprojektes „Erste Hilfe für tiefe Wunden“

2016 

  • Kurzbericht aus der Erstaufnahmeinrichtung in Neumünster
  • Vorstellung des Zentrums für integrative Psychiatrie (ZIP) gGmbH
  • Gemeinsame Sitzung mit der Staatssekretärin der Landesregierung
  • Berichterstattung aus dem Landesarbeitskreis „Migration und Psychiatrie“

2017 (Stand 02/2017)

  • Vorstellung der Arbeit im Jugendlichen Jobcenter Kiel zum Thema Migrationsfragen, Angebotskonzeptionen und Angebotsdurchführungen für Geflüchtete
  • Bericht über die Arbeit des AMIF-Netzwerkes
  • Diskussion des Themas Unterbringung und Betreuung psychisch kranker Flüchtlinge mit hohem
    Aggressionspotential