Sie möchten delegationsfähige Leistungen in der ambulanten Praxis selbstständig übernehmen und den Arzt dadurch entlasten? Durch das Absolvieren dieser Weiterbildung tragen Sie dazu bei, die qualitativ hochwertige ambulante Versorgung zu sichern.

Die Termine der einzelnen Module zur Weiterbildung "Nicht-ärztliche/r Praxisassistent/-in" finden Sie hier.

Informieren Sie sich über:

Inhalte und Stundenverteilung

1. Theoretische Fortbildung

Grundlagen und Rahmenbedingungen beruflichen Handelns/Berufsbild

  • Hausbesuche und Versorgungsmanagement Verfahrensabläufe und Instrumente
    10 Ustd.  

Medizinische Kompetenz

  • Häufige Krankheitsbilder in der hausärztlichen Praxis 
    20 Ustd.
  • Geriatrische Syndrome
    20 Ustd.
  • Versorgung und Betreuung von Onkologie- und Palliativpatienten
    Palliativmed. Zusammenarbeit und Koordination  

    16 Ustd.
  • Psychosomatische und psychosoziale Versorgung
    16 Ustd.
  • Grundlagen der Ernährung 
    20 Ustd.
  • Grundlagen der Arzneimittelkunde und -versorgung älterer Menschen
    8 Ustd.
  • Modernes Wundmanagement
    10 Ustd.
  • Grundlagen der Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen
    20 Ustd.
  • Koordination und Organisation von Therapie- und Sozialmaßnahmen
    20 Ustd.
  • Rechtliche und Telemedizinische Grundlagen
    15 Ustd.

Kommunikation und Dokumentation

  • Professionelles kommunizieren und motivieren
    16 Ustd.
  • Medizinische Dokumentation/Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien
    10 Ustd.

2. Fachzertifikat Notfallmanagement/Grundlagen   20 Ustd.

3. Praktische Fortbildung 50 Ustd.

  • Die praktische Fortbildung findet in Form von Hausbesuchen sowohl in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- und Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen statt. Jeder Hausbesuch ist zu dokumentieren und wird mit 30 Minuten angerechnet, davon 4 mit jeweils einer ausführlichen Falldokumentation und Kurzbeschreibung, diese werden mit 6 Stunden auf die praktische Fortbildung angerechnet.

Die Vorlagen zur Falldokumentation und Hausbesuchsprotokoll finden Sie im Download-Bereich.

 

Dauer und Gliederung

Der Stundenumfang richtet sich nach der Dauer der bisherigen Berufstätigkeit :
Dauer der Berufstätigkeit   Praktische Fortbildung
(Hausbesuche) 

Dauer der
Berufstätigkeit
Theoretische
Fortbildung
Notfall-
Management
Praktische
Fortbildung (Hausbesuche)
weniger als 5 Jahre 200 Ustd. 20 Ustd. 50 Std.
weniger als 10 Jahre 170 Ustd. 20 Ustd. 30 Std.
mehr als 10 Jahre 150 Ustd. 20 Ustd. 20 Std.

Bei Nachweis über einen qualifizierten Abschluss nach dem Krankenpflegegesetz und mindestens 4 Jahren Tätigkeit in diesem Beruf innerhalb der letzten 10 Jahre, reduziert sich die theoretische  Fortbildung auf 80 Ustd. + 20 Ustd. Notfallmanagement.

Teilnahmevoraussetzungen

Berufsabschluss als Medizinische Fachangestellte/Arzthelferin oder nach dem Krankenpflegegesetz. Darüber hinaus müssen mindestens drei Jahre Berufstätigkeit in einer haus- oder fachärztlichen Praxis nachgewiesen werden.

 

Modulkonzept: Seminarbeschreibungen und Termine

Unser Fortbildungsangebot ist entsprechend eines Modulkonzeptes flexibel aufgebaut. Ein Einstieg jederzeit und mit frei wählbaren Seminaren möglich.
Anrechenbare Seminare sind entsprechend gekennzeichnet.

Seminargebühr

Die Seminargebühren entnehmen Sie bitte den einzelnen Seminarausschreibungen.

Prüfung & Prüfungsgebühr

Schriftliche Prüfung 

  • Die Lernerfolgskontrolle gilt als bestanden, wenn 70 % der Fragen richtig beantwortet wurden.
    (Beschluss vom Ausschuss und Ständiger Konferenz Medizinische Fachberufe vom 11.12.2014)

Praktische Prüfung:

  •  4 Falldokumentation und Kurzbeschreibungen von Hausbesuchen  
  • VERAH-Absolventen: Kurzbeschreibungen von 20 Hausbesuchen 

Termine

  • Mittwoch, 24. Mai 2017
  • Mittwoch, 15. November 2017

jeweils ab 15 Uhr

Anmeldeschluss: 4 Wochen vor dem Prüfungstermin

Anmeldung zur Prüfung: schriftlich (s. Formular im Download-Bereich)


Prüfungsgebühren

140,00 €

80,00 € (VERAH-Absolventen)

Fortbildung VERAH

Für Teilnehmer/-innen der Fortbildung VERAH gelten folgende Prüfungsvoraussetzungen:

  • Zwischen 5 und 10 Jahren Berufserfahrung
    • 20 Ustd. aus dem Curriculum der NÄPA:  
      Grundlagen der Arzneimittelkunde und -versorgung älterer Menschen (8 Ustd.)
      Häufige Krankeitsbilder in der hausärztlichen Praxis (20 Ustd.) 
      Psychosomatische und psychsoziale Patientenversorgung (16 Ustd.)
    • oder 
      20 Ustd. aus dem Bereich VERAH plus
  • Unter 5 Jahren Berufserfahrung
    • zusätzlich zu den vorstehenden Bedingungen:
      Arzneimittelversorgung 8 Ustd.
      und
      mind. 12 Ustd. aus weiteren Fortbildungsmodulen des theoretischen Teils
  • 20 Hausbesuche (mit Dokumentation)
     
  • Prüfung: siehe "Prüfung & Prüfungsgebühr"
    Die Ergänzugsprüfung bezieht sich auf die von de Qualitfikation der VERAH nicht abgedeckten Inhalte. 

Modellprojekt HELVER

Für Teilnehmer/-innen des Modellprojektes HELVER sind folgende Seminare anrechenbar:

  • Modernes Wundmanagement / 10 Ustd.
  • Koordination und Organisation von Therapie- und Sozialmaßnahmen / 24 Ustd.
  • Professionell kommunizieren / 16 Ustd.

Auf die Seminargebühr werden 400,00 € Ermäßigung angerechnet.

Refresherkurs Notfallmanagement

Nach der Delegations-Vereinbarung (Stand: 1. Januar 2017) ist eine Wiederholung der Fortbildung im Notfallmanagement alle drei Jahre verpflichtend. Das Fachzertifikat Notfallmanagment / Grundlagen entspricht den Vorausseztungen und ist als Refresher-Kurs anrechenbar.
 

 

Hinweis:
Die Fortbildung ist in einem Zeitraum von fünf Jahren zu absolvieren.

 

Neuerungen ab 1. Januar 2017 der KBV zur Nicht-ärztliche Praxisassistenz:

Verlängerung der Übergangsregelung bis zum 31. Dezember 2018 und Änderung der Vergütung für die Beschäftigung einer NäPA:

  •  Gemäß § 6 werden die Genehmigungsvoraussetzungen zur Ausführung und Abrechnung von angeordneten Hilfeleistungen durch die Nichtärztliche Praxisassistentin (NäPA) im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung erweitert. Derzeit ist die Genehmigung zu erteilen, wenn der Arzt gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) nachgewiesen hat, dass die NäPA nach dem qualifizierten Berufsabschluss u. a. über eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung in einer hausärztlichen Praxis verfügt.
    Für den EBM-Abschnitt 38.3, der zum 1. Juli 2016 neu aufgenommen wurde und sich primär auf NäPA in fachärztlichen Praxen bezieht, wurde nunmehr ergänzend vorgesehen, dass die Genehmigung auch erteilt werden kann, wenn der Arzt gegenüber der KV nachgewiesen hat, dass die NäPA über eine nach dem qualifizierten Berufsabschluss mindestens 3-jährige Berufserfahrung in einer fachärztlichen Praxis verfügt. - Für die Abrechnung der NäPA-Leistungen im EBM Kapitel 3 gilt weiterhin eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung in einer hausärztlichen Praxis.
     
  • Gemäß § 7 Abs. 4 wird die Anrechnungsfähigkeit von Hausbesuchen im Rahmen der Praktischen Fortbildung erweitert. In den letzten 24 Monaten vor Antragsanstellung bereits selbständig durch die Praxismitarbeiter durchgeführte Besuche sind weiterhin anrechnungsfähig. Der Nachweis kann sowohl über die bis zum 1. Juli 2016 durchgeführten Besuche nach den Gebührenordnungspositionen 40240/40260 als auch über die seitdem gültigen Positionen 38100/38105 erfolgen.
     
  • Gemäß § 8 Abs. 3 wird die Übergangsregelung für NäPA in Ausbildung bis zum 31. Dezember 2018 verlängert. Die Übergangsregelung war ursprünglich bis 31. Dezember 2016 befristet. Damit können Haus- und Fachärzte weiterhin schon dann eine Genehmigung für eine NäPA erhalten, wenn sich diese noch in Ausbildung befindet. In diesen Fällen ist die Genehmigung bis zum voraussichtlichen Abschluss der Fortbildung zu befristen, längstens jedoch für vier Quartale. 

Mehr Informationen dazu finden Sie unter: http://www.kbv.de