Hier finden Sie häufig gestellte Fragen für Sie als Medizinische/r Fachangestellte/r oder Arzthelfer/-in direkt beantwortet.

Alle Antworten beziehen sich auf den Gehalts- (GTV), Manteltarifvertrag (MTV) und Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung (TBA) in der jeweils gültigen Fassung.
Wenn Sie einen nicht tarifgebundenen Arbeitsvertrag haben, ist es notwendig die Klauseln Ihres Vertrages individuell zu betrachten. Hierzu wenden Sie sich bitte an eine/n Rechtsanwalt/Rechtsanwältin für Arbeitsrecht.

Muss sich mein Arbeitgeber (AG) an den Tarifvertrag halten?

Dies muss im Arbeitsvertrag vereinbart sein. Wenn nicht, ist er dazu nicht verpflichtet.

Wie ist die wöchentliche Arbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten?

Die durchschnittliche Arbeitszeit beträgt 38,5 Stunden pro Woche und ist so zu verteilen, dass in jeder Woche ein ganzer Tag oder zwei halbe Tage arbeitsfrei bleiben (siehe § 6 Abs. 1 und Abs. 3, Satz 1). Diese Regelung ist erfüllt, wenn der Samstag in der Woche arbeitsfrei bleibt.
Für die Festlegung der Arbeitszeit gilt die Werkwoche, d.h. alle Kalendertage mit Ausnahme der Sonntage und gesetzlichen Feiertage.

Ist eine regelmäßige Arbeitszeit pro Tag festgelegt?

Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit richten sich nach den Bedürfnissen der Praxis/ medizinischen Einrichtung und sind schriftlich im Arbeitsvertrag festzulegen.


Bsp.: Beginn/Ende der täglichen Arbeitszeit an allen/den folgenden Arbeitstagen ______________________ ist z.Z. auf ___/___ Uhr festgesetzt.


Eine Änderung der regelmäßigen täglichen Arbeitszeiten gilt lt. Manteltarifvertrag als Vertragsänderung (siehe § 6 Abs. 2, 2. Satz).

Sind die Pausen in der regelmäßigen Arbeitszeit pro Woche enthalten?

Nein. Die regelmäßige durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche beträgt ohne Pausen 38,5 Stunden.
Die Pausen sind im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) geregelt.

Gehalt

Wonach richtet sich die Höhe meines Gehaltes?

Das Gehalt der Medizinischen Fachangestellten/Arzthelferin richtet sich nach sechs unterschiedlichen Tätigkeitsgruppen. Diese finden Sie im Gehaltstarifvertrag § 3 sowie auch die Gehaltstabelle.

Wie wird das Gehalt berechnet?

Brutto-Gehalt bei Vollzeitbeschäftigung / 167 Stunden pro Monat x

Wochenstundenzahl der Teilzeitbeschäftigung x 4,33 = Brutto-Gehalt der Teilzeitbeschäftigung

(MTV § 14 (1))

Wird ein 13. Gehalt gezahlt und wie berechnet sich dieses?

Ja, dieses ist spätestens zum 1. Dezember eines jeden Kalenderjahres zu zahlen (siehe § 12).
Es wird ein 13. Monatsgehalt in Höhe des letzen vollen Monatsgehaltes gezahlt. Das 13. Gehalt ist keine Gratifikation im Sinne eines Weihnachtsgeldes. Das 13. Gehalt ist auch bei Kündigung durch die MFA/AH bis zum 31.3 des Folgejahres nicht zurückzuzahlen.

Es werden nur solche Monate gerechnet, in denen die MFA/AH

  • Entgelt oder
  • Mutterschaftsgeld (hierzu auch § 12 Abs. 4 beachten!) oder
  • bei weiterbestehendem Arbeitsverhältnis Krankengeld erhalten oder
  • während der Elternzeit Teilzeitarbeit nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz geleistet hat.

Unregelmäßige Zahlungen werden nicht berücksichtigt. Für die Elternzeit besteht kein Anspruch (Ausnahme siehe oben).
Besteht das Arbeitsverhältnis nicht ganzjährig, so ist das 13. Gehalt anteilig (1/12 pro Beschäftigungsmonat) zu bezahlen. (§ 12 Abs. 2). Beginnt oder endet das Arbeitsverhältnis im Laufe eines Kalendermonats, dann ist der angefangene Monat voll einzuberechnen, wenn das Arbeitsverhältnis mehr als 16 Tage bestanden hat.
Bitte beachten: Es besteht kein Anspruch auf ein anteiliges 13. Gehalt bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses während der 3-monatiger Probezeit. Endet das Arbeitsverhältnis jedoch während der verlängerten Probezeit, ist das anteilige 13. Gehalt für den gesamten Beschäftigungszeitraum zu zahlen.
Hat das Arbeitsverhältnis in einem Monat weniger als 16 Tage bestanden, dann erfolgt die Berechnung anteilig (1/30 pro Kalendertag) (siehe § 12 Abs. 3). Bei 16 und mehr Arbeitstagen wird ein Zwölftel für diesen Monat bezahlt.

Gibt es Zuschläge bei Überstunden, Sams-, Sonn- und Feiertagsarbeit, Nachtarbeit sowie Arbeit am 24. und 31.12.? Wie hoch sind die Zuschläge pro Stunde?

Ja, dabei wird ein Stundensatz von 1/167 des Monatsgehaltes zugrunde gelegt. (GTV § 7 (1))

Der Zuschlag pro Stunde beträgt

  1. für Überstunden, für Arbeit am Samstag                  25%
  2. für Sonn- und Feiertagsarbeit                                  50%
  3. für Arbeit am 24. und 31.12. ab 12:00 Uhr               50%
  4. für Arbeiten am Neujahrstag                                   100%
  5. 1. Mai, Oster-, Pfingst- und Weihnachtsfeiertage    100%
  6. für Nachtarbeit                                                          50%

(GTV § 7 (2))

Werden Bereitschaftsdienste/Rufbereitschaft auch vergütet?

Ja (siehe § 7 Abs. 2). Zu diesem Zweck wird:


a) Bereitschaftsdienst mit 60 Prozent als Arbeitszeit bewertet
Bereitschaftsdienst = Die Verpflichtung der MFA/AH, sich auf Anforderung des Arztes außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeiten an einem vom Arzt bestimmten Ort (im Regelfall ist dies die eigene Praxis/medizinische Einrichtung) aufzuhalten, um im Bedarfsfall bei der Patientenversorgung die Arbeit aufnehmen zu können.


b) Rufbereitschaft mit 30 Prozent als Arbeitszeit bewertet
Rufbereitschaft = Zeit, in der die MFA/AH sich entsprechend der Anordnung des Arztes außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit an einer dem Arzt anzuzeigenden Stelle aufhält, um auf Abruf die Arbeit aufzunehmen.


Da die Zeiten außerhalb der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit liegen, ist zusätzlich der entsprechende Vergütungssatz für Überstunden anzurechnen (Regelung analog zu 9.).

Werden Überstunden bei Teilzeitbeschäftigung vergütet?

Ja, die von Teilzeitkräften geleistete Mehrarbeit ist zu vergüten.
Ein Überstundenzuschlag fällt aber erst dann an, wenn die Mehrarbeit über die tariflich geregelte, regelmäßige Arbeitszeit von 38,5 Stunden hinausgeht (siehe § 14 Abs. 4).

Probezeit

Ist eine Verlängerung der Probezeit möglich?

In begründeten Fällen ist eine Verlängerung bis max. 6 Monate zulässig (nicht bei Auszubildenden!).

(MTV § 4 (1))

Welche Kündigungsfristen gibt es in der Probezeit?

Während einer vereinbarten Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt werden. (MTV § 18 (3))

Urlaub

Wie berechnet sich der Urlaubsanspruch?

Die MFA/AH hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Urlaub. Sie erwirbt mit jedem Beschäftigungsmonat, in welchem das Arbeitsverhältnis 15 Kalendertage bestanden hat, den Anspruch auf 1/12tel des Jahresurlaubes (siehe § 16 Abs. 7).

Urlaubsanspruch bei
Vollzeitbeschäftigten

bis zur Vollendung des
55. Lebensjahres

55. Lebensjahr vollendet

pro Kalenderjahr 28 Arbeitstage 30 Arbeitstage
pro Kalendermonat 28/12 30/12
pro Kalenderjahr 34 Werktage 36 Werktage
pro Kalendermonat 34/12 36/12

Arbeitstage = Alle Kalendertage mit Ausnahme der Samstage, Sonntage und gesetzlichen Feiertage (5-Tage-Woche).
Werktage = Alle Kalendertage mit Ausnahme der Sonntage und gesetzlichen Feiertage (6-Tage-Woche).
Bestandsschutz Arbeitnehmer(innen), die vor dem 01.01.1973 geboren wurden, erhalten bei über den 31.12.2012 hinaus fortbestehendem Arbeitsverhältnis/Ausbildungsverhältnis weiterhin 30 Arbeitstage bzw. 36 Werktage.

Wie berechnet sich der Urlaub für Teilzeitangestellte?

Teilzeitbeschäftigte haben Anspruch auf Urlaub wie Vollzeitbeschäftigte. Sie erwerben mit jedem Beschäftigungsmonat, in welchem das Arbeitsverhältnis 15 Kalendertage bestanden hat, den Anspruch auf 1/12tel des Jahresurlaubes (siehe § 16 Abs. 7).
Grundsätzlich sind folgende Formen der Berechnung möglich:
a) Verteilt sich die Arbeitszeit gleichmäßig auf alle Arbeitstage der Woche, so ändert sich nichts gegenüber dem Urlaubsanspruch bei Vollzeitbeschäftigung.

b) Verteilt sich die Arbeitszeit nicht gleichmäßig auf alle Arbeitstage der Woche bzw. arbeitet sie nicht an allen Arbeitstagen, ist die Anzahl der Urlaubstage unter Zugrundelegung folgender Berechnungsformeln zu ermitteln:
Bei Arbeitstagen:
"Tariflicher Urlaubsanspruch Anzahl der regelmäßigen
gem. § 16 Abs. 3" x "tatsächlichen Arbeitstage der Teilzeitbeschäftigen pro Woche" / 5
 

Bei Werktagen:
"Tariflicher Urlaubsanspruch Anzahl der regelmäßigen
gem. § 16 Abs. 3" x "tatsächlichen Werktage der Teilzeitbeschäftigen pro Woche" / 6

Wie ist eine Erkrankung während des Urlaubes geregelt?

Erkrankt die Medizinische Fachangestellte/Arzthelferin während des Urlaubs, so hat sie ihrem Arbeitgeber unter Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung unverzüglich Mitteilung über die Arbeitsunfähigkeit zu machen. Der Urlaub ist dann für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit unterbrochen. Nach Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit ist der Rest des Urlaubs - je nach Vereinbarung sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt zu gewähren. (MTV § 16 (9))

 

Kann der Urlaub frei geplant werden?

Der Urlaub soll unter Berücksichtigung der Belange der Arztpraxis/Medizinischen Einrichtung und der Wünsche der MFA/AH gewährt werden. Zwei Wochen des zustehenden Erholungsurlaubes müssen nach Absprache mit dem Arbeitgeber und den Mitarbeiterinnen nach eigenen zeitlichen Wünschen gewährt werden (siehe § 16 Abs. 6).

Berufsjahre

Wird die Ausbildung bei der Berechnung der Berufsjahre mitberechnet?

Nein, die Berufsjahre zählen vom Ersten des Monats an, in dem die Prüfung bestanden wurde. (GTV, Protokollnotiz zu § 3 (Seite 5)(1))

Wie wirkt sich die Elternzeit auf die Berufsjahre aus?

Die Hälfte der Elternzeit wird auf die Berufsjahre angerechnet. Hat die Medizinische Fachangestellte/Arzthelferin während der Elternzeit nebenbei Teilzeit in einer Praxis gearbeitet, so wird dieser Zeitraum komplett auf die Berufsjahre angerechnet. (GTV, Protokollnotiz zu § 3 (1))

Betriebliche Altersversorgung/Entgeltumwandlung

Für welche Arbeitgeber und Arbeitnehmerinnen gilt der Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung?

Der Tarifvertrag ist – wie auch der Gehalts- und Manteltarifvertrag – nicht allgemeinverbindlich. Er gilt deshalb nur dann obligatorisch, wenn sowohl der Arbeitgeber Mitglied der AAA als auch die Medizinische Fachangestellte (MFA)/Arzthelferin (AH) Mitglied des Verbandes medizinischer Fachberufe ist (siehe Tarifvertragsgesetz). Wenn dies der Fall ist, bestimmt der Tarifvertrag unmittelbar und zwingend den Inhalt der Arbeitsverträge (siehe § 2 Abs. 1).
In der Mehrzahl der Fälle kommt die Anwendung durch freiwillige Vereinbarung im Arbeitsvertrag zustande, nämlich immer dann, wenn im Arbeitsvertrag die Geltung der Tarifverträge vereinbart wurde. Dies ist z.B. bei Verwendung des Arbeitsvertragsmusters der
Bundesärztekammer der Fall (siehe § 14 des Vertragsmusters). Durch § 5 des Gehaltstarifvertrages bzw. § 13 des Manteltarifvertrages wird außerdem
festgelegt, dass „die Medizinische Fachangestellte/Arzthelferin die Möglichkeit zur
betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung nach Maßgabe des Tarifvertrages
zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung“ hat.

Welche Leistungen zahlt der Arbeitgeber für Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte und Auszubildende?

Alternative a)
Der Arbeitgeberbeitrag beträgt für Vollzeitkräfte 40 €, für Auszubildende 35 € (nach der
Probezeit) und für Teilzeitkräfte 25 €.
Alternative b)
Die Arbeitgeber-Leistung kann mit den vermögenswirksamen Leistungen gemäß § 12 des
Manteltarifvertrages zusammengelegt werden. Wegen der Ersparnis bei den Sozialversicherungsbeiträgen für den Arbeitgeber erhöht sich dann der Gesamtbetrag um 6
bzw. 3 € (§ 2 Abs. 1).
ACHTUNG!
Der Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen bestand bis 31.12.2014. Seit dem
01.01.2015 werden die VWL-Leistungen zugunsten der betrieblichen Altersversorgung in
diese überführt. VWL-Verträge, die am 31.12.2014 bestanden haben, können (mit
Arbeitgeberzuschuss) bis zum Vertragsende fortgeführt werden. Nach Auslaufen der VWLVerträge gibt es dann nur noch den höheren Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen
Altersversorgung

beschäftigt als Auszubildende* Vollzeitbeschäftigte** Teilzeitbeschäftigte***
zusätzlich zu den vermögenswirksamen Leistungen 35,00 € 40,00 € 25,00 €
anstelle der vermögenswirksamen Leistungen 53,00 € 76,00 € 43,00 €

*         nach Ablauf der Probezeit
**       mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 18 Std. und mehr wöchentlich
***     mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von weniger als 18 Std. wöchentlich

Außerdem kann die Arbeitnehmerin eine zusätzliche freiwillige Entgeltumwandlung aus
ihrem Bruttogehalt durchführen. In diesem Falle gibt der Arbeitgeber seit dem 1. April 2008
ergänzend seine dadurch ersparten Sozialversicherungsbeiträge in Form eines Zuschusses
(20% des umgewandelten Betrages) dazu, mindestens 10 € (§ 6 Abs. 3).

Was ist der Unterschied zwischen Betrieblicher Altersversorgung und Entgeltumwandlung?

Betriebliche Altersversorgung ist der Oberbegriff; sie wird in § 1 des Betriebsrentengesetzes
(BetrAVG) definiert. Sie liegt vor, wenn der Arbeitgeber seiner Arbeitnehmerin aus Anlass
eines Arbeitsverhältnisses Leistungen zur Altersversorgung, Todesfallleistung,
Invalidenleistung zusagt. Die betriebliche Altersversorgung kann von Arbeitgeber, von der
Arbeitnehmerin oder von beiden zusammen finanziert werden. Bei einer reinen
Arbeitnehmerfinanzierung spricht man von Entgeltumwandlung.
Der Tarifvertrag sieht beide Formen vor: Der Arbeitgeber zahlt einen Beitrag (siehe Frage 2);
die Arbeitnehmerin kann diesen mit einem eigenen Beitrag aufstocken, den der Arbeitgeber
dann bezuschusst.

Was passiert, wenn die Arbeitnehmerin keine betriebliche Altersversorgung möchte?

In diesem Fall muss die Arbeitnehmerin ausdrücklich schriftlich auf die bAV verzichten.
Diese Erklärung sollte der Arbeitgeber zu seinen Personalunterlagen nehmen, damit er
dokumentieren kann, warum die tarifvertraglichen Beiträge nicht gezahlt werden und es nicht
zu späteren Nachforderungen kommen kann.

Was passiert mit der betrieblichen Altersversorgung, wenn die Arbeitnehmerin in Elternzeit geht?

Bei fortbestehendem Arbeitsverhältnis ohne Entgelt, also zum Beispiel aufgrund von
Elternzeit, hat die Arbeitnehmerin das Recht, die Versicherung mit eigenen Beiträgen
fortzusetzen. Anderenfalls kann die Versicherung für diesen Zeitraum beitragsfrei gestellt
werden, sofern die vertraglichen Mindestwerte (abhängig vom Versicherer) erreicht werden.

Kündigung

Wie lange ist die Kündigungsfrist, wenn ich als Arbeitnehmer/in kündige?

Das Arbeitsverhältnis einer Medizinischen Fachangestellten/Arzthelferin kann mit einer Frist von 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. (MTV § 18 (1))

Wie lange ist die Kündigungsfrist, wenn ich als Arbeitgeber/in kündige?

Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis

  1. 2 Jahre bestanden hat, 1 Monat zum Ende eines Kalendermonats,
  2. 5 Jahre bestanden hat, 2 Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  3. 8 Jahre bestanden hat, 3 Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  4. 10 Jahre bestanden hat, 4 Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  5. 12 Jahre bestanden hat, 5 Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  6. 15 Jahre bestanden hat, 6 Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  7. 20 Jahre bestanden hat, 7 Monate zum Ende eines Kalendermonats.

(MTV § 18 (2))