Bad Segeberg, 4. März 2020 – Kann eine Landarztquote einer möglichen Unterversorgung der hausärztlichen Versorgung in Zukunft auf dem Land entgegenwirken? Experten aus dem  schleswig-holsteinischen Gesundheitswesen sowie Vertreter aus Politik und Forschung sprachen sich während der gestrigen Podiumsdiskussion zur Landarztquote geschlossen gegen  eine Quotenregelung aus.

Podiumsdiskussion in der Ärztekammer Schleswig-Holstein

Dr. Henrik Herrmann, Präsident der ÄKSH, Dr. Ralph Ennenbach, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH), und Prof. Jost  Steinhäuser, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck, sowie Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg argumentierten in ihren  Wortbeiträgen gegen eine Landarztquote. Die Allgemeinmedizin und die spätere Arbeit als Allgemeinmediziner auf dem Land müssen attraktiver gemacht werden – in der Lehre und im späteren Verlauf der Tätigkeit. Das bestätigten auch die Gäste der Diskussionsrunde. Vertreter der Ärztegenossenschaft Nord, des Hausärzteverbands und insbesondere die Vertreter der beiden Fachschaften der Medizin aus Kiel und Lübeck, die als kommende Generation als Ärzte tätig sein werden, sprachen sich gegen eine Quotenregelung aus. Statt Zwang und Geldstrafe müssten schnellere Lösungen und eine gesteigerte Attraktivität der medizinischen Disziplin das oberste Ziel der gemeinsamen Ambitionen sein.

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