Viele haben den Begriff „eHealth“ schon einmal gehört oder auch gelesen, aber wer weiß wirklich was dahinter steckt? Um etwas Licht ins Dunkle zu bringen werden im Folgenden ausgewählte Grundbegriffe genannt und kurz beschrieben.

In diesem Zusammenhang häufiger auftauchende Begriffe wie z.B. „Telematik“ oder „mHealth“, sorgen zusätzlich für Verwirrung. Viele hören sich zudem auch ähnlich an, aber was bedeuten sie eigentlich?

eHealth/E-Health: Übersetzt man „eHealth“ ins Deutsche, steht dieser Begriff für „elektronische Gesundheit“. Damit ist meist jedoch noch nicht eindeutig klar, was damit wirklich gemeint ist. Eine einheitliche Definition gibt es dazu nicht. Das Bundesministerium für Gesundheit beschreibt eHealth wie folgt:
„Unter E-Health fasst man Anwendungen zusammen, die für die Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten die Möglichkeiten nutzen, die moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bieten. E-Health ist ein Oberbegriff für ein breites Spektrum von IKT-gestützten Anwendungen, wie z.B. Anwendungen der Telemedizin, in denen Informationen elektronisch verarbeitet, über sichere Datenverbindungen ausgetauscht und Behandlungs- und Betreuungsprozesse von Patientinnen und Patienten unterstützt werden können.“1

Hieraus lässt sich bereits erkennen, dass eHealth ein weites Feld umfasst. Nachfolgende Begrifflichkeiten helfen vielleicht weiter, um ein besseres Grundverständnis zu erhalten.

Telematik: Setzt sich aus den zwei Begriffen „Telekommunikation“ und „Informatik“ zusammen. Dabei handelt es sich um die Vernetzung verschiedener Informationstechnologie (IT) -Systeme. Informationen können mittels der Telematik aus verschiedenen Quellen verbunden werden.2

Gesundheitstelematik: Eine Kombination bzw. ein Kunstwort aus „Gesundheitswesen“, „Telekommunikation“ und „Informatik“. Dieser Ausdruck wird teilweise als Synonym für eHealth verwendet. Hier wird im Vergleich zur Telematik der Bezug zum Gesundheitswesen einbezogen.3

Digital Health und Health 2.0: Beide Ausdrücke werden ebenfalls häufig als Synonym für eHealth verwendet.4

Telemedizin: Beschreibt einen Anwendungsbereich von eHealth. Hierbei handelt es sich um konkrete medizinische Versorgungskonzepte bzw. Dienstleistungen mit direktem Patientenbezug.5 Ein Beispiel hierfür ist die Teleradiologie, bei der sich Ärzte über Röntgenbilder o.ä. austauschen und beraten können.

mHealth: Steht für die Abkürzung „mobile Health“. Hier werden digitale Gesundheitsdienste über mobile Endgeräte eingesetzt 6, wie beispielsweise bei der Verwendung einer Gesundheitsapplikation auf dem Smartphone.

Telematikinfrastruktur: Stellt die Datenautobahn im Gesundheitswesen dar und soll zur Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen dienen. Ziel ist es, Gesundheitsdaten aus verschiedenen Bereichen sicher auszutauschen. Sie ist ein geschlossenes Netz zu dem nur registrierte Nutzer mit einem elektronischen Ausweis Zugang erhalten. Bis Ende 2018 sind alle Vertragsärzte und -psychotherapeuten dazu verpflichtet, ihre Praxen an die Telematikinfrastruktur anzuschließen.7


Dies ist lediglich ein kleiner Auszug von Begrifflichkeiten, die im eHealth-Kontext häufig auftauchen. Der ein oder andere ist sicherlich bereits über einen dieser Ausdrücke gestolpert. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie u.a. auf der Seite der Bundesärztekammer.


[1] Bundesministerium für Gesundheit: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/e-health.html#c1494 (eingesehen am 11.01.2018)
[2] gematik: https://www.gematik.de/telematikinfrastruktur/ (eingesehen am 11.01.2018)
[3] Haas, P. (2006): Gesundheitstelematik. Grundlagen – Anwendungen – Potenziale. Springer, Berlin. S. 6, 29
[4] Knöppler, K.; Neisecke, T.; Nölke, L. (2016): Digital-Health. Anwendungen für Bürger – Kontext, Typologie und Relevanz aus Public-Health-Perspektive. Bertelsmann Stiftung. S. 6
[5] Fischer, F.; Aust, V.; Krämer, A. (2016): eHealth. Hintergrund und Begriffsbestimmung. Springer, Berlin Heidelberg. S. 6
[6] World Health Organisation: http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/252529/1/9789241511780-eng.pdf?ua=1 (eingesehen am 15.01.2018)
[7] Kassenärztliche Bundesvereinigung: http://www.kbv.de/html/telematikinfrastruktur.php und http://www.kbv.de/html/vsdm.php (eingesehen am 11.01.2018)