Digitalisierung ist eine wertvolle Unterstützung für die sichere Arzneimitteltherapie

Digitalisierung

„Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl an chronisch erkrankten und älteren Patienten hat die Kenntnis, welche Arzneimittel eingenommen werden, eine hohe Bedeutung“, sagt Prof. Dr. Henrik Herrmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein, anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am 17. September 2022, der in diesem Jahr unter dem Motto „Sichere Medikation“ steht.

„Besonders digitale Strukturen können eine große Unterstützung darstellen, wenn es darum geht, die Qualität und Sicherheit der Arzneimitteltherapie zu verbessern und die Effizienz in der Patientenbehandlung zu erhöhen“, ist Herrmann überzeugt. Notwendig sei aber auch eine enge interprofessionelle und intersektorale Zusammenarbeit in der Arzneimittelversorgung. „Neue Möglichkeiten des Medikationsplans werden sich eröffnen, wenn er elektronisch zwischen Arzt, Krankenhaus, Apotheker und Patient barrierefrei transportiert werden kann.“

Herrmann betont: „Es ist ein großer Vorteil, dass sich die Patientensicherheit wie ein roter Faden durch alle Stufen der ärztlichen Qualifikation zieht: vom Medizinstudium über die Facharztweiterbildung bis hin zur kontinuierlichen Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten.“

Welttag Patientensicherheit

2015 wurde vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) (Link) und dessen Partnern erstmals der Internationale Tag der Patientensicherheit ausgerufen, um das Thema Patientensicherheit in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken. 2019 hat die Weltgesundheitsversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrer 72. Sitzung beschlossen, den 17. September zum jährlichen Welttag der Patientensicherheit zu erklären. Rund um diesen Tag und an dem Tag selbst werden mit Veranstaltungen, Vorträgen und Statements in ganz Deutschland verschiedene Aspekte der Patientensicherheit beleuchtet. Der diesjährige Patiententag steht unter dem Motto „Sichere Medikation“.