Das Bundesgesundheitsministerium treibt die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung mit Nachdruck voran. Nicht nur durch entsprechende Gesetzgebung (siehe SGB V) sondern auch durch Übernahme der Anteilsmehrheit an der damit beauftragten gematik GmbH. Der Aufbau der so genannten Telematik-Infrastruktur mit all ihren Komponenten - wozu auch der elektronische Heilberufeausweis (eHBA) gehört - sowie die verpflichtende Einführung entsprechender Anwendungen inklusive der Sanktionen ist bundesgesetzlich verankert. Weder Ärztekammern, noch Kassenärztliche Vereinigungen sind für Reihenfolge und Zeittaktung verantwortlich, auch wenn die ärztlichen Körperschaften elektronische Kommunikationswege selbstverständlich für zeitgemäß halten und deren Nutzung fördern.
Der eHBA ist ein offizieller (Bundes-)Ausweis mit einer so genannten qualifizierten Signatur-Funktion, der Sie als Ärztin bzw. Arzt eindeutig ausweist. Dieser ist zur Teilnahme an der Telematik-Infrastruktur erforderlich. Der eHBA wird durch vom Staat akkreditierte Vertrauensdiensteanbieter ausgestellt, die dafür eigenständig Gebühren erheben. Damit die Ärztinnen und Ärzte im Land nicht zwei unterschiedliche Ausweise benötigen, setzten sich die Ärztekammern erfolgreich dafür ein, den herkömmlichen Arztausweis in den eHBA zu integrieren. Um diese "normale" Arztausweisfunktion automatisch sicherzustellen, haben wir die Beantragung des eHBA bei einem der vier Bundesanbieter über unsere Homepage für Sie eingerichtet. Eine Beteiligung an den Gebühren für den eHBA seitens der Ärztekammer findet nicht statt. Die Kosten zur technischen Ausstattung und Einrichtung (auch für den eHBA) werden anteilig von den Krankenkassen übernommen. Für Vertragsärzte hält die Kassenärztliche Vereinigung auf ihrer Homepage umfassende Informationen zur Umsetzung, Finanzierung und zu den Anwendungen bereit. Für Krankenhausärzte wird die Umsetzung in der Regel hausintern organisiert.