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10. April 2025

Zukunft der Medizin: Wearables und Remote Patient Monitoring in der medizinischen Versorgung

Die Integration von Wearables und Remote Patient Monitoring (RPM) in die medizinische Versorgung gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Während einige Technologien bereits erfolgreich eingesetzt werden, befinden sich andere noch in der Testphase oder sind Zukunftsvisionen.

Aktueller Stand:

Seit dem 1. Januar 2022 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten für das Telemonitoring bei Herzinsuffizienz. Diese Leistung wurde in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen und ermöglicht Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz eine strukturierte telemedizinische Betreuung. Ein praktisches Beispiel für die Umsetzung dieser Leistung ist das Herzinsuffizienz-Management des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen. Dort wird ein Telemonitoring-Programm angeboten, dessen Kosten bei entsprechender Indikation von den Krankenkassen übernommen werden.

Pilotprojekte und Testphasen:

In verschiedenen deutschen Kliniken werden derzeit RPM-Systeme getestet, die auf gängigen Wearables wie der Apple Watch basieren. Ziel ist es, die Machbarkeit und Akzeptanz von RPM-Systemen im klinischen Alltag zu evaluieren und Erkenntnisse für zukünftige Implementierungen zu gewinnen. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „activeDCM“, in dem Patientinnen und Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie über einen Zeitraum von 12 Monaten überwacht wurden. Die Testpersonen empfanden das System als benutzerfreundlich und konnten es gut in ihren Alltag integrieren. Zu beachten ist, dass für den Einsatz eines Wearables im medizinischen Telemonitoring eine Zulassung als Medizinprodukt vorliegen muss, die eine ausreichende diagnostische Qualität sicherstellt.

Zukünftige Entwicklungen:

Ein visionäres Beispiel für zukünftige Smart-Home-Technologien im Gesundheitsbereich ist der "Omnia" Smart Mirror des französischen Unternehmens Withings. Dieser intelligente Spiegel, der auf der CES 2025 vorgestellt wurde, kann Gesundheitsdaten wie Gewicht und Stoffwechsel analysieren und über einen integrierten KI-Sprachassistenten in Echtzeit Feedback geben. Auch wenn es sich bei "Omnia" derzeit um ein Konzeptprodukt handelt, das noch nicht kommerziell erhältlich ist, zeigt es doch, wie vernetzte Geräte in Zukunft die Gesundheitsüberwachung im häuslichen Umfeld unterstützen könnten.

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