
Psychosomatische Grundversorgung
Muss das sein?
Lange Gespräche, zeitraubende Untersuchungen und die Frage „Muss das sein?“ – das war die erste Assoziation der Teilnehmenden zum Thema psychosomatische Grundversorgung im Praxisalltag. Doch schnell wurde deutlich: Hinter der Fortbildung steckt weit mehr, als ursprünglich gedacht.
Wie können Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner die feinen Zwischentöne im Gespräch mit ihren Patientinnen und Patienten besser wahrnehmen? Wie lassen sich psychosomatische Zusammenhänge frühzeitig erkennen, um eine zielgerichtetere Unterstützung zu ermöglichen und Krankheiten ganzheitlich zu verstehen?
In der curricularen Fortbildung „Psychosomatische Grundversorgung“ erwerben Ärzt:innen in Weiterbildung praxisnahes Wissen, um körperliche und seelische Aspekte gemeinsam zu betrachten und therapeutisch zu nutzen. Vor der Präsenzveranstaltung vermittelt ein eLearning-Modul die theoretischen Grundlagen im individuellen Lerntempo. Anschließend vertiefen praxisnahe Webinare und Kleingruppenarbeiten vor Ort in Bad Segeberg die Inhalte und bieten Raum für Austausch, Erfahrung und eigenes Ausprobieren.
Das Ziel besteht darin, Ärztinnen und Ärzten Werkzeuge an die Hand zu geben, um die Arzt-Patienten-Beziehung bewusst als therapeutisches Instrument zu nutzen. Begleitende Balint-Gruppen regen zur kontinuierlichen Reflexion an, um das Verständnis und die Behandlung der Patientinnen und Patienten zu verbessern.
Ein herzliches Dankeschön gilt unseren engagierten Referentinnen und Referenten: Dr. Christiane Ihlow, Dr. phil. Dipl.-Psych. Dietmar Ohm, Dr. Dipl.-Psych. Clemens Veltrup, Dr. Timo Specht und Burkhard Düssler.
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