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13. Februar 2025

Resilienz im Arztberuf

KI ist in aller Munde und bietet, verantwortungsvoll eingesetzt, eine große Unterstützung und Entlastung in der beruflichen Tätigkeit. Dennoch ist der Arztberuf nach wie vor von hohen Anforderungen, einem enormen Tempo und großer Verantwortung geprägt. Entscheidungen müssen schnell getroffen werden und trotz emotionaler Belastung gilt es, rational und konzentriert zu bleiben, um die bestmögliche Entscheidung für die Patientinnen und Patienten zu treffen. In diesem intensiven Umfeld ist Resilienz – die Fähigkeit, mit belastenden Lebensumständen umzugehen, ohne dabei langfristig Schaden zu nehmen – von unschätzbarem Wert.

Dass Resilienz aktiv beeinflusst werden kann, zeigten bereits die Ergebnisse der 2011 veröffentlichten Interviewstudie „Resilienz im Arztberuf“ von Dr. Julika Zwack und Prof. Jochen Schweitzer. Zu den am häufigsten genannten Aspekten gehörten:

  • Private Interessen:
    Ausgleich durch Hobbys und Aktivitäten außerhalb des Berufes finden.

  • Selbstfürsorge und Achtsamkeit:
    Eigene Grenzen erkennen und wahren.

  • Kollegialer Austausch:
    Unterstützung und Reflexion im Team nutzen.

  • Prioritäten regelmäßig hinterfragen:
    Berufliche und persönliche Ziele bewusst ausbalancieren.

  • Eigene biographische Muster reflektieren:
    Persönliche Stressoren bewusst wahrnehmen.

  • Hilfe suchen und annehmen:
    Frühzeitige Unterstützung kann entscheidend sein.

  • Finanzielle Risiken minimieren:
    Stress durch wirtschaftliche Absicherung reduzieren.

  • Bewusste Nähe-Distanz im Patientenkontakt:
    Emotionalen Schutz wahren.

Mit diesen Ansätzen können Sie aktiv zu Ihrer eigenen seelischen und mentalen Stärke beitragen.

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