
Künstliche Intelligenz in der ambulanten Praxis
Was kann KI in diesem Zusammenhang leisten, ohne den Aufwand zu erhöhen?
Sprachgestützte Dokumentation:
Studien (z. B. JAMA, 2023) zeigen, dass KI-gestützte Spracherkennungssysteme die Dokumentationszeit um bis zu 30 % reduzieren können. Hier gibt es viele geeignete Tools, die DSGVO-konform arbeiten und sich nahtlos in bestehende Praxissoftware integrieren lassen.
Zusammenfassungen von Befunden und Verlaufsdokumentationen:
Durch den Einsatz von KI-Systemen können Arztbriefe, Verlaufsdokumentationen oder Anamnesetexte automatisch zusammengefasst bzw. strukturiert werden, so dass Flüchtigkeitsfehler reduziert und Zeit gespart werden.
Termin- und Anfragenmanagement:
Einfache KI-Chatbots oder eMail-Antwortsysteme, die speziell für den medizinischen Bereich entwickelt wurden und den deutschen Datenschutzanforderungen entsprechen, können wiederkehrende Patientenanfragen, wie beispielsweise Rezeptwünsche und Terminanfragen, übernehmen.
Früherkennung durch Entscheidungsunterstützung:
Spezifische KI-Tools liefern evidenzbasierte Vorschläge zur Differentialdiagnostik, was besonders bei unspezifischen Beschwerden hilfreich ist. Sie dienen nicht als Ersatz, sondern als Unterstützung bei komplexen Entscheidungen.
Grundsätzlich sind in diesem Zusammenhang die Themen Datenschutz und Ethik wichtig. Die meisten in Deutschland einsetzbaren KI-Systeme sind DSGVO-konform und hosten Daten auf deutschen Servern. Dennoch gilt: Keine KI ohne Einwilligung. Eine transparente Aufklärung der Patientinnnen und Patienten ist Pflicht.
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