
Die MFA-Umschulung als Chance für die Praxis
In vielen Arztpraxen arbeiten neben ausgebildeten Medizinischen Fachangestellten auch Mitarbeitende ohne MFA-Abschluss. Sie unterstützen den Praxisalltag zuverlässig, indem sie administrative Aufgaben übernehmen wie zum Beispiel die Terminorganisation und die Kommunikation mit den Patienten.
Eine Umschulung zur Medizinischen Fachangestellten bietet engagierten Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich gezielt weiterzubilden und künftig mehr medizinische Aufgaben im Praxisalltag zu übernehmen.
Das entlastet Ärztinnen und Ärzte, stärkt die Patientenversorgung und bietet den Teilnehmenden eine langfristige berufliche Perspektive.
Die betriebliche (duale) Umschulung ist durch die praktische Arbeit im Betrieb in Kombination mit Berufsschulunterricht praxisorientiert und speziell auf den Bedarf von Arztpraxen zugeschnitten:
Fachkräfte entwickeln statt suchen: Mitarbeitende können sich direkt im Betrieb weiterqualifizieren und übernehmen nach dem Abschluss selbstständig medizinische Aufgaben.
Hoher Praxisanteil: Rund 60 % der Qualifizierung finden in der Arztpraxis statt. Das erleichtert die Einarbeitung und schafft eine enge Bindung zwischen Berufseinsteigern und Praxisteam.
Finanzielle Unterstützung: Durch Fördermöglichkeiten wie das Qualifizierungschancengesetz können Praxen von Zuschüssen zu Lohnkosten oder Lohnersatzleistungen profitieren.
Die Voraussetzungen für eine MFA-Umschulung sind, dass man mindestens über das B2-Niveau im Fach Deutsch verfügt und eine der folgenden Punkte erfüllt:
- erfolgreiche Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf
- eine dreijährige Erwerbstätigkeit einschließlich einer mindestens 1 1⁄2 jährigen Ausbildungszeit in einem anerkannten Ausbildungsberuf
- mindestens 3 1⁄2 jährige Erwerbstätigkeit in Vollzeit
- eine Studienzeit von mindestens drei Semestern
Die MFA-Umschulung kann über Bildungsgutscheine finanziert oder durch das Weiterbildungsgeld unterstützt werden.
Für detaillierte Informationen und eine Beratung zu den Zugangsvoraussetzungen sowie zu den Fördermöglichkeiten steht die Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.
Beitrag zur Fachkräftesicherung in Schleswig-Holstein
Die Inhalte der Umschulung orientieren sich an der offiziellen Ausbildungsverordnung für Medizinische Fachangestellte. Praxen, die sich an einer MFA-Umschulung beteiligen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen und profitieren zugleich von qualifizierten Mitarbeitenden, die langfristig bleiben.
Dadurch entsteht ein nachhaltiger Mehrwert für alle Beteiligten: Arztpraxen profitieren von qualifizierter Entlastung im Arbeitsalltag, Mitarbeitende gewinnen neue berufliche Chancen, und die medizinische Versorgung in Schleswig-Holstein wird langfristig gestärkt.
Erfahren Sie noch mehr zu diesem Thema auf unserer Homepage Seite zum Thema Umschulung.
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