Neuer gemeinsamer Standort im Norden und neue Sprecherin
Zum 1. Januar 2026 bündelte das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) seine norddeutschen Standorte Lübeck, Kiel, Hamburg und Greifswald im neu strukturierten Standort Nord. In diesem Zuge übernahm Prof. Dr. rer.nat. Tanja Zeller (Universität zu Lübeck und Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck) die Funktion als gemeinsame Sprecherin des Standorts Nord. Sie ist die erste Vertreterin des Standorts Lübeck und zugleich die erste Frau, die diese Position innehat. Zu ihren Stellvertretenden wurden Prof. Renate Schnabel (Hamburg) und Prof. Jens Fielitz (Greifswald) gewählt. Die Amtszeit beträgt drei Jahre.
Der DZHK-Standort Nord vereint derzeit 30 Projektleiter, 119 DZHK Forschende und 232 Young-DZHK Forschende, die im Bereich der kardiovaskulären Forschung arbeiten. Zeller sieht die Wahl als „Auftrag, Forschung und Klinik am DZHK Standort Nord noch enger miteinander zu verbinden."
In Lübeck verspricht man sich von der Wahl eine größere Sichtbarkeit der Universität und des UKSH im DZHK. Der Standort könne damit klinische Kooperationen und translationale Entwicklungen im Norden aktiver mitgestalten und die Verzahnung von molekularer, translationaler und klinischer Forschung weiter ausbauen, hieß es in einer Mitteilung der Universität. Zeller kündigte außerdem an, Forschende aller Karrierestufen unterstützen und den translationalen Nachwuchs stärken zu wollen.
Das Forschungsprofil des Standorts Nord umfasst unter anderem Herzinsuffizienz, Kardiomyopathien, Immunokardiologie, Herzregeneration, kardiovaskuläres Altern sowie Herz-Gehirn-Interaktionen. Beispiele für bedeutende klinische Studien sind CMR-ICD, die den Nutzen einer Therapie mit implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie untersucht, sowie BioVAT, in deren Rahmen geprüft wird, ob künstliches Herzgewebe bei schwerer Herzschwäche sicher eingesetzt werden kann. (PM/RED)












