Hygienepreis für Iris Freya Chaberny
Chaberny ist Direktorin des campusübergreifenden Instituts für Krankenhaus- und Umwelthygiene des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und Professorin an der Medizinischen Fakultät der Kieler Christian-Albrechts-Universität. Der mit 15.000 dotierte Preis würdigt wissenschaftliche Arbeiten, die die Infektionsprävention und den Schutz der öffentlichen Gesundheit entscheidend voranbringen.
Ausgezeichnet wurde Chaberny für eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Studie zur Infektionsprävention auf Intensivstationen, die EFFECT-Studie. Darin zeigt sie, wie durch richtige Hygienemaßnahmen schwere Blutbahninfektionen gezielt verhindert werden können. „Besonders relevant ist das, weil solche Blutbahninfektionen in eine Sepsis, also eine schwere und lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion, übergehen können", erläuterte das UKSH in einer Mitteilung zur Preisverleihung.
Mehr als 100.000 Intensivaufenthalte ausgewertet
Die Studie wurde laut UKSH über einen Zeitraum von sieben Jahren in 23 Kliniken mit 44 Intensivstationen durchgeführt. Insgesamt konnten mehr als 100.000 Intensivaufenthalte ausgewertet werden. Konkret zeigten Chaberny und ihr Team, dass die tägliche antiseptische Ganzkörperwaschung mit octenidinhaltigen Waschtüchern auf Intensivstationen die Zahl primärer Bakteriämien senkt.
Nach Einschätzung der Jury stehen die Auszeichnung und die erfolgreiche Durchführung der Studie auch für das große persönliche Engagement, die Ausdauer und die kontinuierliche Begleitung des Projekts über viele Jahre. Die Auszeichnung unterstreiche die Bedeutung der Arbeit Chabernys für mehr Patientensicherheit und für die Prävention schwerer Infektionen im Klinikalltag, hieß es. (PM/RED)












