Weißhaariger Mann mit Brille in weißer Arztkleidung und mit dunklem Halstuch verschränkt die Arme auf dem Rücken. Auf einem Klinikflur sind links und rechts von ihm Pflegekräfte in rosa Kleidung in Bewegung zu sehen.
Dr. Klaus von Oertzen © Krankenhaus Geesthacht GmbH

Abschied nach 30 Jahren in Geesthacht

Dr. Klaus von Oertzen geht zum Jahresende in den Ruhestand. Der langjährige Chefarzt und Leiter des Brustzentrums war mehr als 30 Jahre in Geesthacht tätig.

Das Krankenhaus attestierte dem Gynäkologen „große fachliche Kompetenz und menschliche Zugewandtheit". Er habe das gynäkologische Profil des Hauses entscheidend geprägt, hieß es in einer Mitteilung. „Dr. von Oertzen hat Generationen von Patientinnen betreut und das Vertrauen vieler Familien erworben. Für sein jahrzehntelanges Wirken gebühren ihm unser Respekt, unsere Anerkennung und unser aufrichtiger Dank“, wurde Geschäftsführer Captain Thomas Pötzsch in einer Mitteilung des Vitalcampus Geesthacht zitiert.

Von Oertzen hatte u.a. das Brustzentrum Herzogtum Lauenburg etabliert und das Mammographie-Screening mit dem Mammobil in Geesthacht betreut. Maßgeblich für den Lebensstart vieler Menschen sei von Oertzens langjähriger Einsatz als Geburtshelfer gewesen. Über das Berufliche hinaus engagiert er sich im Rotary Club, mit dem er Hilfstransporte in die Ukraine organisiert - falls nötig, auch auch selbst am Steuer eines 16-Tonners voller medizinischer Hilfsgüter.

Von Oertzen wurde in Bulawayo (Zimbabwe) geboren und wuchs in Hessen auf, studierte Medizin in Gießen und promovierte in Hamburg. Nach beruflichen Stationen in Mainz, Johannesburg und Hamburg-Wandsbek wurde er 2005 Chefarzt der Frauenklinik in Geesthacht – und blieb dem Haus bis heute treu.

Hoffnung auf neue Perspektive für Geburtshilfe
Sein Wunsch zum Abschied: „Auch wenn die Rahmenbedingungen derzeit nicht danach aussehen, hoffe ich, dass das Bieterverfahren noch einmal neue Perspektiven für unsere Geburtshilfe eröffnet – für dieses Krankenhaus, für die Region und für alle, die sich über Jahre mit viel Herzblut engagiert haben.“ Die Verabschiedung fällt in eine Phase wichtiger Weichenstellungen für das Haus: Noch bis 15. Dezember 2025 können verbindliche Angebote zur Übernahme des Hauses eingereicht werden. Danach sollen die Ergebnisse des Bieterverfahrens sowie das eigene Konzept der Geschäftsführung zunächst mit der Belegschaft besprochen werden. (PM/RED)

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