Personalien

Mann mit kurzen grauen Haaren trägt einen offenen weißen Arztkittel über einem hellblauen Hemd. Er steht im Freien vor einem Klinikschild und lächelt in die Kamera.
PD Dr. Christoph Seidel © Franziska Mumm

PD Dr. Christoph Seidel hat die Leitung der Medizinischen Klinik I am Standort Waldstraße des Malteser Fördeklinikums in Flensburg übernommen. Der Nachfolger von Prof. Angela Krackhardt verantwortet die Fachbereiche Onkologie, Pneumologie und Diabetologie.

Seidel ist Facharzt für Innere Medizin sowie für Hämatologie und Onkologie. Nach seinem Medizinstudium in Hamburg begann Seidel seine ärztliche Laufbahn an der Medizinischen Hochschule Hannover. Zuletzt war er am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) tätig, wo er unter anderem hämatologisch-onkologische Stationen in oberärztlicher Funktion leitete und die ärztliche Leitung eines von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Zentrums für Keimzelltumore verantwortete. Ergänzend zu seiner medizinischen Ausbildung absolvierte Seidel einen Masterstudiengang im Gesundheitsmanagement.

Innovative Ansätze und langjährige Führungserfahrung
Der Ärztliche Direktor des Malteser Fördeklinikums am Standort Waldstraße, Prof. Stephan Timm, begrüßte den Neuzugang: „Die Onkologie entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit weiter. Mit Christoph Seidel konnten wir einen Chefarzt gewinnen, der innovative Behandlungsansätze mit langjähriger Führungserfahrung verbindet. Davon werden unsere Patientinnen und Patienten unmittelbar profitieren.“

Ziel ist die Stärkung der onkologischen Versorgung in der Region
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Behandlung urogenitaler Tumorerkrankungen, insbesondere von Hodentumoren und Nierenzellkarzinomen. Darüber hinaus verfügt Seidel laut Mitteilung des Fördeklinikums über Erfahrungen in der Durchführung klinischer Studien sowie im Aufbau und in der Weiterentwicklung spezialisierter Versorgungsstrukturen.  „Mein Ziel ist es, gemeinsam mit den…

Dunkelhäutige Frau im weißen Arztkittel steht in einem hellen Foyer und lächelt in die Kamera.
PD Dr. Milani Deb-Chatterji © Sebastian Kimstaedt

PD Dr. Milani Deb-Chatterji ist neue Leiterin der Klinik für Neurologie am Westküstenklinikum (WKK) Heide. Die Fachärztin für Neurologie war zuletzt Leiterin des Neurovaskulären Zentrums an der Kieler UKSH-Klinik für Neurologie.

Deb-Chatterji übernimmt die Klinik von Dr. Martin Paul. Der Neurologe und leitende Oberarzt der Geriatrie hatte die Klinik nach dem Ausscheiden des langjährigen Chefarztes, Prof. Johann Hagenah, im Juni drei Monate lang kommissarisch geführt.

Viel Erfahrung aus anderen Standorten
Deb-Chatterji absolvierte ihr Medizinstudium und ihre fachärztliche Weiterbildung an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit Aufenthalten am National Hospital for Neurology and Neurosurgery, Queen Square, in London sowie am Charlotte Medical Center in den USA. Den überwiegenden Teil ihrer wissenschaftlichen und klinischen Laufbahn verbrachte sie anschließend an der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), wo sie verschiedene Leitungsfunktionen übernahm. Wissenschaftlich widmete sie sich dort schwerpunktmäßig der klinischen Schlaganfallforschung sowie der Erforschung zerebraler Vaskulitiden. Ihre Habilitation erfolgte zum Thema „Akuttherapie des ischämischen Schlaganfalls – Outcome nach mechanischer Thrombektomie in der klinischen Praxis“.


Zuletzt war Deb-Chatterji als Geschäftsführende Oberärztin und Leiterin des Neurovaskulären Zentrums an der Klinik für Neurologie des UKSH in Kiel, tätig. Für ihre Verdienste um die nationale und europäische Schlaganfallmedizin wurde sie als Fellow der European Stroke Organisation (FESO) ausgezeichnet und ist Mitglied des Gremiums „Zerebrovaskuläre Erkrankungen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.  

Mann in weißem Hemd und mit Krawatte steht vor einem dunklen Hintergrund und schaut in die Kamera.
Prof. Mark Preuß © privat

Prof. Mark Preuß ist neuer Direktor der Kieler UKSH-Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie. Preuß hat sein Amt am 1. September angetreten.

Er folgt auf PD Dr. René Rusch und PD Dr. Grischa Hoffmann, die die Klinik zuvor kommissarisch geleitet hatten. Rusch ist inzwischen als Chefarzt und Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Lippe in Lemgo/Detmold tätig. 

Zuletzt stellvertretender Direktor am UKE
Nach Studium und Promotion in Kiel absolvierte Preuß die Facharztausbildung zum Allgemeinchirurgen und zum Gefäßchirurgen. Er habilitierte sich in Lübeck und erlangte zudem die Anerkennung als Fellow of the European Board of Vascular Surgery (FEBVS). Preuß war langjährig am UKSH in Kiel und Lübeck tätig. Weitere Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren das Lubinus Clinicum Kiel und die School of Medicine der Stanford University in den USA. Seit 2022 war er stellvertretender Direktor der Klinik für Gefäßmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Leiter der TRIPAD-Studie
Preuß´ klinische Schwerpunkte liegen in der komplexen Aortenchirurgie, der septischen Chirurgie und der Therapie vaskulärer Kompressionssyndrome. Er begleitet die multizentrische TRIPAD-Studie zur Zelltherapie bei Patientinnen und Patienten mit kritischer Extremitäten Ischämie (CLTI) am Studienort Hamburg. Zudem gilt sein wissenschaftlicher Fokus der Entwicklung robotergestützter Navigationssysteme zur Durchführung endovaskulärer Prozeduren.

Am UKSH möchte er laut Mitteilung des UKSH u.a. das Universitäre Gefäßzentrum Nord am Campus Kiel in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Angiologie und der Interventionellen Radiologie…

Frau mit dunklen Haaren im weißen Arztkittel steht in einem hellen Flur und schaut lächelnd in die Kamera.
Dr. Shima Lorber © Geschäftsfotos

Oberärztin Dr. Shima Lorber ist seit Mai in der Klinik für Kardiologie am FEK Neumünster tätig. Zuvor war sie Fachbereichsleiterin der strukturellen Herzerkrankung am Asklepios Klinikum Hamburg-Harburg.

Lorber hat langjährige Erfahrung in der interventionellen Herzklappentherapie mitgebracht und damit das Leistungsspektrum der Klinik erweitert.  Insbesondere die Behandlung von Mitral- und Trikuspidalklappeninsuffizienzen mittels Transkatheter Edge-to-Edge Repair (TEER) gehören nach Angaben des FEK zu ihrem Spezialgebiet. Sie verfüge über umfassende Erfahrung mit beiden etablierten Systemen – PASCAL sowie MitraClip und TriClip – und begleitet Patientinnen und Patienten von der Diagnostik bis zur interventionellen Therapie. Auf diesem Gebiet wird sie eng mit Chefarzt PD Dr. Niklas Schofer zusammenarbeiten. 

Am FEK übernimmt Lorber die Verantwortung für die neu etablierte Herzklappensprechstunde, die jeden Montag angeboten wird. „Unser Ziel ist es, für jede Patientin und jeden Patienten die bestmögliche, individuell abgestimmte Behandlung zu finden – unabhängig davon, ob eine konservative Therapie, ein kathetergestützter Eingriff oder eine Operation der richtige Weg ist“, wurde Lorber in einer Mitteilung des FEK zitiert. (PM/RED)

Frau mit halblangen brunetten Haaren und Brille steht seitlich zur Kamera und lächelt.
Luise Leptin © Krankenhaus Geesthacht

Nach 31 Jahren in Geesthacht geht Oberärztin Luise Leptin in den Ruhestand. Zur Verabschiedung kamen 100 Gäste in den Hof der Geesthachter Psychiatrie.

24 ihrer 31 Berufsjahre arbeitete Luise Leptin am dortigen Krankenhaus. Ihr Peer-Mitarbeiter Arne Reinhold und ein ehemaliger Patient - zwei Menschen, die Leptin über Jahre begleiteten - eröffneten die Abschiedsveranstaltung. Reinhold betonte, wie Leptin ihm von Beginn an auf Augenhöhe begegnete, mit Respekt vor dem, was er aus seiner Lebenserfahrung mitbrachte. Ihr früherer Patient hob dagegen das Pragmatische in ihrer Arbeit hervor. Es sei nach Lösungen gesucht worden, die im Alltag halten. Und es habe Verständnis gegeben, wo andere bewertet hätten.

Oberärztin, leitende Oberärztin, kommissarische Chefärztin
Wie das Krankenhaus in einer Mitteilung betonte, sei genau das der Kern ihrer Arbeit gewesen: Der Respekt vor der Lebensleistung auch schwer erkrankter Menschen stand für sie in ihrer ganzen Laufbahn über allem. Am Krankenhaus in Geesthacht begann die Laufbahn 2002, nachdem Leptin bereits seit 1995 in der psychiatrischen Versorgung der Region gearbeitet hatte. Am Haus war sie als Oberärztin und zeitweise als leitende Oberärztin tätig, zwischenzeitlich auch kommissarisch als Chefärztin. Ihr Berufsweg fällt mit den großen Entwicklungen des Fachs in Schleswig-Holstein zusammen: dem Aufbau der Gemeindepsychiatrie, der Behandlung im Lebensumfeld statt in der Institution, dem Ausbau der Tageskliniken bis hin zum Regionalbudget.

„Wichtige Spuren hinterlassen”
Dr. Ulrike Schubert, frühere Psychiatrie Referentin im Landesgesundheitsministerium, würdigte diesen Weg entlang der…

Mit Audio-beitrag
Alter Mann mit Brille steht im Anzug an einem Rednerpult. Am Pult ist das Wappen der Stadt Segeberg zu erkennen.
Dr. Uwe Denker bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde durch die Stadt Bad Segeberg. © Christoph Fülscher

Die Stadt Bad Segeberg würdigte den Allgemeinmediziner für sein außergewöhnliches Lebenswerk. Sein Engagement reichte weit über seine Tätigkeit als Hausarzt hinaus – u.a. gründete er die Praxis ohne Grenzen.

2010 gründete der Allgemeinmediziner die Praxis ohne Grenzen in Bad Segeberg, die zum Vorbild für Pendants in vielen weiteren Städten des Landes wurde. Die Praxen helfen Menschen, die keinen ausreichenden Krankenversicherungsschutz haben und medizinische Hilfe benötigen. In den Praxen ohne Grenzen erhalten sie anonym und kostenlos medizinische Behandlung. Ärzte, Ärztinnen und das gesamte Personal in den Praxen leisten ihre Hilfe ehrenamtlich.

Zahlreiche Auszeichnungen
Für sein außergewöhnliches Engagement war der heute 88-Jährige bereits mehrfach ausgezeichnet worden. So ist Denker u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz und 2022 mit der damals erstmals verliehenen Verdienstmedaille der Ärztekammer Schleswig-Holstein geehrt worden. In den Medien wurde er wegen seines unermüdlichen Einsatzes als „Held des Nordens“ im NDR und als „Arzt der Armen“ in der Bild-Zeitung bekannt. Vor seinem ehrenamtlichen Engagement war Denker von 1976 bis 2005 als Allgemeinmediziner und als Kinderarzt in Bad Segeberg niedergelassen. 

Prominente Gäste
Bei der Verleihung im Bürgersaal des Bad Segeberger Rathauses wurde die Wertschätzung für sein Wirken deutlich. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der frühere Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Augenarzt Dr. Heino Hansen würdigten Denker genauso wie Bürgermeister Toni Köppen. Denkers Initiative, so hieß es, mache auf eine unbequeme Realität aufmerksam: Auch in einem leistungsfähigen und solidarisch finanzierten Gesundheitssystem gebe…

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