24 ihrer 31 Berufsjahre arbeitete Luise Leptin am dortigen Krankenhaus. Ihr Peer-Mitarbeiter Arne Reinhold und ein ehemaliger Patient - zwei Menschen, die Leptin über Jahre begleiteten - eröffneten die Abschiedsveranstaltung. Reinhold betonte, wie Leptin ihm von Beginn an auf Augenhöhe begegnete, mit Respekt vor dem, was er aus seiner Lebenserfahrung mitbrachte. Ihr früherer Patient hob dagegen das Pragmatische in ihrer Arbeit hervor. Es sei nach Lösungen gesucht worden, die im Alltag halten. Und es habe Verständnis gegeben, wo andere bewertet hätten.
Oberärztin, leitende Oberärztin, kommissarische Chefärztin
Wie das Krankenhaus in einer Mitteilung betonte, sei genau das der Kern ihrer Arbeit gewesen: Der Respekt vor der Lebensleistung auch schwer erkrankter Menschen stand für sie in ihrer ganzen Laufbahn über allem. Am Krankenhaus in Geesthacht begann die Laufbahn 2002, nachdem Leptin bereits seit 1995 in der psychiatrischen Versorgung der Region gearbeitet hatte. Am Haus war sie als Oberärztin und zeitweise als leitende Oberärztin tätig, zwischenzeitlich auch kommissarisch als Chefärztin. Ihr Berufsweg fällt mit den großen Entwicklungen des Fachs in Schleswig-Holstein zusammen: dem Aufbau der Gemeindepsychiatrie, der Behandlung im Lebensumfeld statt in der Institution, dem Ausbau der Tageskliniken bis hin zum Regionalbudget.
„Wichtige Spuren hinterlassen”
Dr. Ulrike Schubert, frühere Psychiatrie Referentin im Landesgesundheitsministerium, würdigte diesen Weg entlang der…