Ein langer weißer Wohnwagen mit blauer Aufschrift ("Blutspendemobil") steht vor einem großen Gebäude. Die Tür des Wohnwagens ist geöffent, davor ist ein Aufsteller platziert.
Das Blutspendemobil bei der Präsentation vor dem UKSH © UKSH

UKSH ermöglicht Blutspenden im Wohnwagen

Das UKSH hat ein Blutspendemobil vorgestellt, das in Kürze starten soll. Ziel ist es, Blutspenden dort zu ermöglichen, wo Menschen leben und arbeiten.

Das Mobil auf Wohnwagenbasis entstand nach Angaben des UKSH auf Initiative des in Schleswig-Holstein ansässigen Hobby-Wohnwagenwerks und wurde gemeinsam mit dem Institut für Transfusionsmedizin des UKSH realisiert.

Neue Zielgruppen sollen erreicht werden
Das neue Mobil ergänzt die bestehenden Blutspendeangebote des UKSH, soll Blutspenden einfacher zugänglich machen und neue Zielgruppen erreichen. Geplant sind Einsätze vor allem bei Unternehmen, Behörden, Vereinen, Schulen und Hochschulen. Erste Termine sind unter anderem bei Einrichtungen und Unternehmen im Großraum Kiel vorgesehen. Später sollen auch ländliche Regionen sowie der Raum Lübeck stärker einbezogen werden.

Die Ausrüstung
Das Blutspendemobil ist mit vier Spendeliegen, EDV, Notfallausrüstung und einer non-invasiven Messung des Blutfarbstoffs ausgestattet, sodass kein zusätzlicher Einstich mehr nötig ist. Pro Einsatz sind in einer vierstündigen Spendezeit voraussichtlich 40 bis 60 Blutspenden möglich. Vor Ort ist ein Team aus mindestens vier Mitarbeitenden im Einsatz, darunter medizinisches Fachpersonal, ärztliche Betreuung und ein Fahrer.

Hoher Bedarf an Blutkonserven
„Am UKSH benötigen wir jährlich rund 45.000 Blutkonserven für die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird es zunehmend schwieriger, diesen Bedarf allein über stationäre Strukturen zu decken. Mobile Angebote sind daher ein wichtiger Baustein, um die Versorgung langfristig zu sichern“, wurde Prof. Siegfried Görg, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin des UKSH, in einer Mitteilung zur Vorstellung des Mobils zitiert.

Idee aus dem Hobby-Wohnwagenwerk
Die Initiative für ein Blutspendemobil auf Wohnwagenbasis ging aus dem Hobby-Wohnwagenwerk in Fockbek hervor. Die Idee wurde in enger Zusammenarbeit mit dem UKSH weiterentwickelt. „Als Unternehmen aus Schleswig-Holstein freuen wir uns, dass aus einer Idee ein Projekt entstanden ist, das ganz konkret Menschen helfen kann“, wurde Holger Schulz, Geschäftsführer des Unternehmens, in der Mitteilung zitiert. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Förderstiftung des UKSH, die das Blutspendemobil bereits 2023 auf ihrer 15. Kuratoriumssitzung mit 72.913 Euro unterstützte. Der Gesamtaufwand liegt bei rund 139.000 Euro; den übrigen Anteil trägt das Institut für Transfusionsmedizin.

So bucht man das Blutspendemobil
Interessierte Unternehmen, Behörden, Schulen, Hochschulen, Vereine und weitere Einrichtungen können das Blutspendemobil über www.uksh.de/blutspendemobil anfragen. Nach der Anfrage nimmt das Team des Instituts für Transfusionsmedizin Kontakt auf und stimmt die Details des jeweiligen Spendetermins ab. Geplant sind Einsätze derzeit insbesondere mittwochs und donnerstags in den Zeitfenstern 10 bis 14 Uhr oder 12 bis 16 Uhr. (PM/RED)

 

 

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