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Erkältungen trugen erheblich zum Krankenstand in Schleswig-Holstein bei ©Gettyimages_Paul Bradbury

Trotz Grippewelle: Krankenstand nahezu unverändert

Der Krankenstand in Schleswig-Holstein blieb im ersten Halbjahr 2025 auf einem nahezu unveränderten Niveau - trotz einer Grippe- und Erkältungswelle, die die Arztpraxen im Januar und Februar massiv beschäftigt hatte. Laut einer Auswertung des IGES Instituts im Auftrag der DAK betrug der Krankenstand im Norden durchschnittlich 5,6 Prozent nach 5,8 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Prozentangabe anders ausgedrückt: An jedem Tag im ersten Halbjahr waren im Durchschnitt 56 von 1.000 Beschäftigten in Schleswig-Holstein krankgeschrieben. Erheblich dazu beigetragen hatte eine Grippe- und Erkältungswelle in den beiden ersten Monaten, die für starken Andrang in den Praxen gesorgt hatte. Die damit entstandenen Fehltage durch Atemwegserkrankungen stiegen laut DAK um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Rückläufig waren die Fehltage wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen (elf Prozent) und wegen psychischer Erkrankungen (vier Prozent). Die drei genannten Erkrankungsarten hatten auch insgesamt die größten Anteile am Krankenstand: Atemwegserkrankungen mit 22 Prozent, psychische Erkrankungen mit 19 Prozent und Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 17 Prozent.

Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten war mindestens einmal im Halbjahr krank
Die Krankheitsdauer je Fall betrug durchschnittlich zehn Tage (Vorjahr elf). 53,5 Prozent der Erwerbstätigen war in den ersten sechs Monaten des Jahres mindestens einmal krankgeschrieben Besonders viele Fehltage gab es unter den Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege sowie unter Mitarbeitenden in Kindertagesstätten. Selten krank sind Beschäftigte in IT-Berufen.

DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski verwies in einer Mitteilung seiner Krankenkasse auf die Bedeutung der Krankschreibungen für die heimische Wirtschaft. “Vor dem Hintergrund der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche in Schleswig-Holstein gewinnen die Fehlzeiten der Beschäftigten an Bedeutung. Ein hoher Krankenstand stellt ein zusätzliches Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen dar und erschwert die Überwindung der Wachstumsschwäche”, sagte Lubinski. (PM/RED)

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