Station Niebüll hat Erweiterungsbau eingeweiht
Mit den erweiterten Einsatzzeiten stieg auch der Bedarf an Räumen für die Besatzungen sowie an umfangreicheren Funktions- und Hygienebereichen. Nach Einschätzung der DRF Luftrettung verfügt die Station nun über optimale Arbeits- und Aufenthaltsbereiche für die Bedürfnisse der Luftretter. Dazu gehören laut einer DRF-Mitteilung moderne Funktionsräume mit Kühlung, ein zusätzliches Stockwerk mit erweiterten Ruheräumen, ein neuer Besprechungsraum, eine zusätzliche Küche, neue Umkleiden sowie ein vergrößerter Desinfektions- und Hygienebereich. Auch der Außenbereich wurde ausgebaut. Die Baukosten von rund 2 Millionen Euro werden von den Krankenkassen übernommen.
Umbau im laufenden Betrieb
Das Bauprojekt war in mehreren Abschnitten umgesetzt worden. Zunächst wurde eine Containeranlage als Interimsquartier errichtet, um die Luftrettungsbetrieb uneingeschränkt aufrecht erhalten zu können. 2025 fiel der Startschuss für die eigentlichen Bauarbeiten. In einem Anbau entstanden zusätzliche Funktionsräume, etwa Umkleiden und ein Hygienebereich, zudem wurde das bestehende Gebäude um ein weiteres Stockwerk aufgestockt und die Außenanlagen angepasst. Die Modernisierung des Hangars mit neuem Boden und neuer Heizungsanlage erfolgt in einem weiteren Schritt nach der Einweihung.
Auch die Ministerin war unter den Gästen
Zur Einweihung der modernisierten Station waren 80 Gäste nach Niebüll gekommen, darunter auch Landesgesundheitsminister Prof. Kerstin von der Decken (CDU). „Dieser Ausbau verbessert die Notfallversorgung für alle Menschen in dieser Region. Damit macht die Luftrettung einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Der nördlichsten Luftrettungsstation Deutschlands kommt eine besondere Bedeutung zu. Denn Ihre Einsatzbereitschaft reicht über die Bundesgrenze hinweg in die südlichen Teile Dänemarks. Den Christoph Europa 5 macht das zum Botschafter einer verlässlichen und grenzüberschreitenden Notfallversorgung zwischen Deutschland und Dänemark. Die Bewohnerinnen und Bewohner der nordfriesischen Inseln und Halligen sowie die Menschen im Westküstenbereich des dänischen Verwaltungsbezirks Syddanmark können nun noch besser versorgt werden", wurde von der Decken in der Mitteilung der DRF Luftrettung zitiert.
Mehr als 1.500 Einsätze im vergangenen Jahr
Christoph Europa 5 ist mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Notfallsanitäter besetzt, nachts fliegen zwei Piloten. Seit 25. Mai 2024 steht Christoph Europa 5 rund um die Uhr für Einsätze zur Verfügung, seit Sommer 2025 auch auf dänischem Gebiet. Im Jahr 2025 wurde Christoph Europa 5 zu insgesamt 1.555 Einsätzen alarmiert. Das Einsatzgebiet umfasst in der Notfallrettung das nördliche Schleswig-Holstein mit den Landkreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Dithmarschen, Ostholstein, Flensburg, Kiel sowie der Westküstenbereich des dänischen Verwaltungsbezirks Syddanmark. Dringende Intensivtransporte führen die Besatzungen in ganz Schleswig-Holstein durch. Einsatzorte in einem Umkreis von 60 Kilometern erreicht die Besatzung in einer Flugzeit von 15 Minuten. (PM/RED)






