Geschlechtskrankheiten: 30-39-Jährige besonders betroffen
Am häufigsten betroffen sind den Angaben der AOK zufolge Menschen zwischen 20 und 39 Jahren. Hierbei stünden die Altersgruppen der 30- bis 34-Jährigen sowie die der 35- bis 39-Jährigen an der Spitze. Frauen der Altersgruppe 20 bis 24 seien häufiger betroffen als die gleichaltrigen Männer, während es sich in den Altersgruppen zwischen 25 bis 39 Jahren genau umgekehrt verhalte, hieß es weiter. Dies lasse sich damit erklären, dass die Infektionen bei Frauen häufiger und früher entdeckt werden, da sie bereits in jüngeren Jahren eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt aufsuchen. In der Altersgruppe der 55- bis 64-jährigen Männer halte sich das Auftreten von STI noch auf einem etwas erhöhten Niveau, bevor es in den höheren Altersgruppen wieder einen deutlichen Rückgang der STI gebe. Bei den Frauen gelte dies entsprechend für die Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen.
Anogenitale Warzen besonders häufig
In der AOK-Auswertung wurden im Jahr 2025 bei den STI am häufigsten die anogenitalen (venerischen) Warzen diagnostiziert, gefolgt von akuter Virushepatitis B und Herpes Simplex. Es folgen Chlamydien und Syphilis. „Viele sexuell übertragbare Infektionen sind bei frühzeitiger Diagnose gut behandelbar. Oft verursachen sexuell übertragbare Infektionen keine Beschwerden und bleiben deshalb unbehandelt“, wurde AOK-Medizinerin Dr. Katja Schwarzenhölzer in der Mitteilung zitiert.
HP-Viren: auch Männer betroffen
Ursache für die am häufigsten diagnostizierte STI, die anogenitalen Warzen, sind bestimmte humane Papillomviren (HPV). Davon betroffen sind nicht nur Frauen, auch viele Männer und Jungen sind HPV infiziert. Deshalb können sie nicht nur das Virus übertragen, sondern auch selbst an einem HPV-bedingten Tumor erkranken. Daher gilt die Empfehlung zur Impfung gegen die HP-Viren der Ständigen Impfkommission (STIKO) standardmäßig für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von neun bis 14 Jahren. (PM/RED)






