Zehn Notärzte und Rettungssanitäter stehen vor einem neuen Krankenwagen der RKiSH und blicken frontal in die Kamera.
© RKiSH

RKiSH stellt ersten Intensivtransportwagen für die Westküste in Dienst

Mit dem neuen Intensivtransportwagen (ITW) der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) können Patienten ab sofort auch im Westen Schleswig-Holsteins unter intensivmedizinischen Bedingungen fachgerecht zwischen Kliniken transportiert werden. Bislang musste dafür bisher ein ITW aus Kiel, Lübeck oder dem benachbarten Hamburg gerufen werden.

„Mit dem neuen ITW Westküste entfallen die langen Anfahrtswege aus Kiel, Lübeck oder Hamburg und wir sind für die nächsten Jahre gut aufgestellt, um fachgerechte Intensivverlegungen durchzuführen. Aufgrund der kontinuierlichen Veränderung der Krankenhauslandschaft werden der Bedarf und Anspruch an solchen arztbegleiteten Sekundär- und Intensivtransporten insbesondere im ländlichen Raum weiter steigen“, erklärte RKiSH-Geschäftsführer Sönke Lase bei der Inbetriebnahme in Itzehoe.

Das Fahrzeug ist schwerer und größer als ein herkömmlicher Rettungswagen. Es bietet im Innenraum mehr Platz für das medizinische Begleitpersonal, für das Schwerlast-Intensivtransportsystem und für die medizintechnische Ausstattung. Dazu gehören unter anderem Intensivbeatmungs- und Überwachungsgeräte. Ebenso ermöglicht das ITW die Nutzung spezieller intensivmedizinischer Therapieverfahren, z.B. ECMO bei akutem Lungenversagen.

Der ITW fährt grundsätzlich mit einem für den Intensivtransport speziell qualifizierten Dreierteam aus Notärzten und Rettungsfachkräften. Bei Bedarf kann ein Kardiotechniker oder anderes Fachpersonal die Fahrt begleiten. Einsatzbereit ist das Team auf dem Fahrzeug von montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr. 

Zurzeit wird der neue ITW von der Rettungswache Itzehoe aus eingesetzt. Nach der Fertigstellung des Neubaus der Rettungswache Nordoe (Kreis Dithmarschen) wird das Team von „Rettung Schleswig-Holstein 77-80-01“ von dort aus die gesamte Schleswig-Holsteinische Westküste abdecken. Bedarfsweise kann der Einsatz aber auch in ganz Norddeutschland stattfinden. Die Disposition erfolgt durch die Koordinierungsstelle für arztbegleitete Sekundärtransporte und Luftrettung in Schleswig-Holstein (KOLST SH) in Kiel. (PM/RED)

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