Rekordwert bei Videosprechstunden
26.000 Videosprechstunden gab es 2024 laut einer Mitteilung der TK in Schleswig-Holstein. Der bisherige Höchstwert hatte im “Coronajahr” 2021 bei 22.000 gelegen. In den dazwischen liegenden Jahren war die Zahl gesunken - 2022 auf 20.000, 2023 auf 19.600. Der jetzt registrierte Anstieg lässt sich auch in anderen Bundesländern beobachten. Bundesweit ist die Zahl der Videosprechstunden in 2024 zwar noch weit entfernt vom Wert in 2021, ist aber erstmals seit 2021 wieder ansteigend (siehe Grafik).
In Schleswig-Holstein betrug der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr 32 Prozent, bundesweit 23 Prozent. „In Schleswig-Holstein haben die Arztpraxen sowie Patientinnen und Patienten die Vorzüge der digitalen Sprechstunde für sich erkannt", glaubt Sören Schmidt-Bodenstein. Der Leiter der TK-Landesvertretung in Kiel führt dies darauf zurück, dass nicht für jeden Anlass ein Praxisbesuch notwendig ist und der ärztliche Rat auch von zu Hause eingeholt werden kann. "Das erspart den Menschen lange Wartezeiten und Anfahrtswege und zeitgleich wird das Praxispersonal entlastet", sagte Schmidt-Bodenstein laut der TK-Mitteilung.
Am häufigsten wurden Videosprechstunden in der Allgemeinmedizin genutzt - rund 37 Prozent der Videosprechstunden in Schleswig-Holstein entfielen auf diese Fachrichtung. Auf die psychologische Psychotherapie entfielen 17 Prozent, auf die hausärztliche innere Medizin 16 Prozent, auf die Urologie zehn Prozent. Die Auswertungen zur Videosprechstunde beziehen sich auf die ambulanten Leistungsdaten mit Technik-Zuschlägen aller TK-Versicherten. (PM/RED)




