Psychische Erkrankungen jetzt häufigster AU-Grund
Laut Analyse gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 14 Prozent. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen einen Anstieg um 15 Prozent. Damit ist diese Diagnose jetzt die häufigste Ursache für Fehlzeiten.
Durchschnittlich sind die Beschäftigten neun Tage lang krank
Als auffällig bezeichnete die DAK den Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Schleswig-Holstein sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 224 auf 191 Tage je 100 Beschäftigte - ein Minus von rund 14 Prozent. Atemwegserkrankungen, bislang Spitzenreiter, liegen damit nun hinter den psychischen Erkrankungen auf Platz zwei der AU-Ursachen. Auf dem dritten Platz stehen unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems. Bei der Krankschreibungsdauer zeigt sich eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr 2026 bei 9,2 Tagen, im Vorjahreszeitraum waren es genau neun Tage gewesen.
Lubinski: Prävention und Gesundheitsförderung stärken
DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski nannte den stabilen Krankenstand „eine gute Nachricht für Schleswig-Holstein". Der Anstieg psychischer Erkrankungen zeige aber, dass die Herausforderungen für Beschäftigte und Unternehmen groß bleiben. „Deshalb müssen wir Prävention und Gesundheitsförderung weiter stärken. Wer frühzeitig in die Gesundheit der Belegschaft investiert, kann dazu beitragen, Belastungen zu reduzieren und die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten“, wurde Lubinski in einer Mitteilung der DAK zitiert. (PM/RED)





