Eine Gruppe von Menschen in weißen Anzügen halten ein Transparent  mit der Aufschrift "Gesundheit schützen - Energiewende umsetzen".
Eine Gruppe von Ärztinnen und Ärzten von Health for Future protestierten vor dem Deutschen Ärztetag. Mit der dabei: Anne Schluck (mit roter Kapuze). © Dirk Schnack

Proteste zum Auftakt des Ärztetages

Vor der Eröffnung des Deutschen Ärztetages in Hannover haben verschiedene Gruppen für ihre Anliegen demonstriert. Bei der Health for Future-Gruppe war auch die schleswig-holsteinische Delegierte Anne Schluck dabei.

Dirk Schnack

Psychotherapeuten demonstrierten gegen die pauschale Kürzung ihrer Honorare, Vertragsärzte gegen die Regelungen des Beitragssatzstabilsierungsgesetzes und Klimaschützer von „Health for Future" für die Umsetzung der Energiewende: Vor Eröffnung des Deutschen Ärztetages versuchten die unterschiedlichen Gruppen, Aufmerksamkeit für ihre Anliegen zu erhalten. Unter den Protestierenden waren auch Delegierte, u.a. Anne Schluck aus Eutin. Das Interesse der Delegierten und der Gäste war wegen des strömenden Regens begrenzt. 

Klima hat in der Politik nicht mehr Priorität
„Health for future" weist seit Jahren darauf hin, dass der Klimawandel eine der größte Gesundheitsgefahren für die Menschheit ist. Der Gesundheitssektor ist dabei Teil des Problems - fünf Prozent der Treibhausemissionen in Deutschland stammen aus dem Gesundheitswesen. „Wir möchten mit dieser Aktion unsere Besorgnis darüber ausdrücken, dass der Klimawandel zunehmend nicht mehr die Priorität in der Politik erfährt, die notwendig wäre", sagte Schluck dem Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt. Sie verwies auf die Gefahr des Klimawandels für die Menschen. „Die Energiewende muss deshalb rasch vorangetrieben werden. Es geht um den Erhalt unser aller Lebensgrundlagen", so Schluck. 

Weitere Protestziele
Die Psychotherapeuten traten für eine Rücknahme der Honorarabsenkungen für psychotherapeutische Leistungen, die der Erweiterte Bewertungsausschuss kürzlich beschlossen hatte, ein. Die Vertragsärzte verwiesen auf die Folgen der geplanten Kürzungen im Rahmen des GKV-Spargesetzes - u.a. knappere Termine. 

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