Projekt „Gesund hinterm Deich" erreicht Obdachlose
Die ersten Veranstaltungen von „Hol di fuchtig – Gesund hinterm Deich“ fanden im Juni in Husum, Tönning und St. Peter- Ording mit dem Fokus auf gesunde Ernährung statt. Nun sollen weitere Angebote zu Bewegung und Entspannung folgen. Der plattdeutsche Titel steht sinnbildlich für das Anliegen des Projekts, Menschen in schwierigen Lebenslagen dabei zu unterstützen, auf ihre Gesundheit zu achten und ihr Wohlbefinden zu stärken.
Praktische, alltagstaugliche Ansätze stehen im Mittelpunkt
„Hol di fuchtig“ lässt sich nicht wörtlich übersetzen. Frei übersetzt bedeutet es nach Angaben des Ersatzkassenverbandes, der das Projekt gemeinsam mit den Ersatzkassen unterstützt, etwa „Halt die Ohren steif!", „Mach es gut!" oder „Bleib gesund und munter!" Umgesetzt wird das Projekt vom Diakonischen Werk Husum. Die Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Teilnehmenden und finden in ihrem direkten Lebensumfeld statt. Neben der Vermittlung von Gesundheitswissen stehen vor allem praktische und alltagstaugliche Ansätze im Mittelpunkt.
Beitrag zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit
„Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen profitieren in der Regel seltener von klassischen Präventionsangeboten als andere. Mit „Hol di fuchtig“ schaffen wir Angebote, die diese Menschen in ihrem Alltag erreichen und so einen Beitrag zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit leisten“, wurde Claudia Straub, Leiterin der Landesvertretung Schleswig-Holstein des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), in einer Mitteilung ihres Verbandes zitiert.
Projekt läuft noch bis Ende 2027
Die ersten Veranstaltungen hätten gezeigt, wie unterschiedlich die Lebenssituationen und die Bedürfnisse der Teilnehmenden seien. „Deshalb ist es so wichtig, flexibel auf die individuellen Bedarfe einzugehen und die Angebote gemeinsam mit ihnen zu gestalten“, erklärte die Projektkoordinatorin beim Diakonischen Werk Husum, Sabine Otto. „Die ersten Workshops haben nach ihren Angaben den Ansatz bestätigt, dass alltagsnahe Gesundheitsangebote auf großes Interesse stoßen. Das Projekt läuft bis Ende 2027 und wird fortlaufend begleitet und ausgewertet, um Erkenntnisse für die Gesundheitsförderung von Menschen in schwierigen Lebenslagen zu gewinnen. (PM/RED)






