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TI-Ausfall: Praxisnetze schicken Brandbrief

Nach wiederholten Ausfällen der TI fordern die Praxisnetze aus dem Hamburger Umland ein automatisiertes Entschädigungsmodell für betroffene Praxen.

Im Juni war es innerhalb weniger Tage zwei Mal zu einem vollständigen Ausfall der Telematikinfrastruktur gekommen. Betroffen waren zahlreiche Praxen in Schleswig-Holstein, darunter auch in den Praxisnetzen im Hamburger Umland. Der Dachverband Vernetzte Medizin Schleswig-Holstein (DVMSH) hatte daraufhin in einem Schreiben an die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und an die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) Konsequenzen gefordert.

Der Verband forderte:

  • Verbindliche Maßnahmenpläne, wie solche Ausfälle künftig verhindert oder technisch abgefangen werden können.
  • Die Einführung eines automatisierten Entschädigungsmodells für betroffene Praxen, um die finanziellen und organisatorischen Schäden zumindest teilweise auszugleichen.

“Das Vertrauen der Praxen in die digitale Versorgung darf nicht dauerhaft erschüttert werden”, schrieb die Dachverbandsvorsitzende Anne Osterkamp. Sie verwies zugleich darauf, dass die Ursache für die Ausfälle beim Anbieter der TI-Dienste und nicht im Verantwortungsbereich der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte gelegen habe. Zugleich sei der Praxisbetrieb auf eine störungsfreie Funktion der TI angewiesen: “Ein Ausfall der TI bedeutet einen tiefgreifenden Eingriff in die tägliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten sowie in den organisatorischen Ablauf unserer Praxen.” Nach Angaben des Dachverbandes hat die KV das Anliegen der Ärztenetze an das Gesundheitsministerium transportiert. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung ist dem Thema nachgegangen. (PM/RED)

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