Parkinson-Patienten profitieren von TIZIAN
Im Projekt TIZIAN arbeitet die Tagesklinik mit einem sechswöchigen Programm, in dem medizinische, therapeutische und psychosoziale Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden. Neben Präsenztagen in der Klinik erhalten die Patienten ein klinikeigenes Tablet zur Umsetzung von Trainingsprogrammen und für telemedizinische Visiten. Damit soll die Therapie individuell und flexibel auf die jeweilige Lebenssituation angepasst werden. Zum therapeutischen Spektrum gehören medikamentöse Einstellungen, Bewegungs- und Ergotherapie, Logopädie, kognitive Trainingsprogramme sowie psychologische Begleitung. Die Behandlung erfolgt interdisziplinär im Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten. Auch Angehörige werden aktiv in die Prozesse eingebunden.
"Wir sehen täglich, wie sehr unsere Patientinnen und Patienten von dieser engmaschigen, gleichzeitig flexiblen Betreuung profitieren", sagte Chefarzt Prof. Björn Hauptmann in einer Mitteilung seiner Klinik. Die Kombination aus tagesklinischen und telemedizinischen Elementen ermögliche eine intensive Behandlung, ohne dass die Betroffenen dauerhaft aus ihrem häuslichen Umfeld herausgelöst werden müssten.
Hauptmann sieht insbesondere für Patienten, die auf dem Land wohnen, Vorteile. Die geringere Präsenz der Patienten in der Tagesklinik führt nach seiner Beobachtung nicht zu Qualitätseinbußen. Patienten heben nach Angaben der Klinik u.a. eine Verbesserung von Alltag und Lebensqualität und eine gute Vereinbarkeit der Therapie mit familiären Verpflichtungen hervor. Prof. Dorothea Lisa Hollinde, stellvertretende Chefärztin des Neurologischen Zentrums, betonte die langfristige Bedeutung: “Wir verstehen TIZIAN nicht als isolierte Maßnahme, sondern als nachhaltigen Versorgungsansatz. Unser Ziel ist es, die Betroffenen langfristig zu stabilisieren, Selbstständigkeit zu fördern und Rückfälle zu vermeiden.” (PM/RED)




