Drei Männer stehen vor einem Stand, der vor einem Transporter aufgebaut ist. Rechts im Bild stehen zwei Männer in Arztkleidung, links ein Mann in Freizeitkleidung. Alle schauen in die Kamera.
Die Camper-Tour vor dem Westküstenklinikum im Jahr 2025: Markus Gerke vom Netzwerk der Transplantationsbeauftragten, Dr. Reinhard Jensen und Dr. Utz E. Bartels. (v.L.) © Sebastian Kimstädt

Organspende: WKK-Engagement ausgezeichnet

Die Transplantationsbeauftragten der Westküstenkliniken (WKK) Heide sind mit dem Organspende-Preis der AOK Niedersachsen ausgezeichnet worden. Mit dem Preis würdigte die Krankenkasse die Qualität bei Organspenden in den Westküstenkliniken.

Der Transplantationsbeauftragte der Kliniken, Dr. Utz E. Bartels, hatte den mit 1.000 Euro dotierten Preis entgegengenommen. „Der Preis ist eine Auszeichnung für das gesamte Team der Westküstenkliniken, das mich und meinen Stellvertreter Dr. Reinhard Jensen, bei unserer Arbeit so hervorragend unterstützt“, wurde Bartels in einer Mitteilung des WKK zitiert.  

Krankenkasse lobt Krankenhaus
Die Krankenkasse würdigte die „hervorragende Qualität für Organspenden“ in den Westküstenkliniken, die „hervorragende Kommunikation“ und die „konstant hohe Ergebnisqualität“. Im vergangenen Jahr wurden bei sieben Patientinnen und Patienten, die in den Westküstenkliniken verstorben waren, Organe entnommen. „Damit konnten wir jeweils bis zu fünf anderen Menschen das Leben retten oder es verlängern“, bilanzierte Bartels und ergänzte: „Den Tod nicht sinnlos erscheinen zu lassen, ist es, was mich persönlich antreibt, mich für das Thema zu engagieren.“ 

Ziele: Bewusstsein schaffen und Strukturen definieren
Der Leitende Oberarzt für Anästhesie und operative Intensivmedizin hatte vor drei Jahren die Aufgabe des Transplantationsbeauftragten in den WKK übernommen und die Zahl der Organentnahmen pro Jahr von zwei bis drei auf jetzt sieben gesteigert. „Dabei ist die Zahl der Organspenden für uns nicht das entscheidende Kriterium für unsere Arbeit. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für das Thema bei den Mitarbeitenden zu schaffen, die Strukturen und Abläufe klar zu definieren und alleine dadurch Entscheidungen für oder gegen eine Organspende zu erhalten“, so Bartels.

Zahlreiche Aktionen zur Organspende
 Gemeinsam mit seinem Stellvertreter, dem Chefarzt der Kinderintensivmedizin, Dr. Reinhard Jensen, sowie dem Team der Intensivstation hatte Bartels das Verfahren im Haus für Organspenden standardisiert, die Leitlinien der Deutschen Stiftung für Organtransplantation bekannt gemacht, die Mitarbeitenden sensibilisiert, das Thema in die Ausbildung der Ärzte mit aufgenommen, die Hirntod-Diagnostik geschult und eine einheitliche Telefonnummer zum Transplantationsbeauftragten festgelegt. Darüber hinaus hatte Bartels an örtlichen Schulen zum Thema gesprochen und die WKK waren zwei Mal Gastgeber für die Camper-Tour des Netzwerks Organtransplantation. (PM/RED)

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