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Organspende im Norden im Aufwind

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hat die Zahlen für 2025 vorgelegt. Für die bundesweite, moderate Steigerung ist der Norden mitverantwortlich.

170 Organspender verzeichnete die Region Nord, zu der neben Schleswig-Holstein auch Hamburg, Niedersachsen und Bremen zählen, im vergangenen Jahr. Dies sind zwölf mehr als im Jahr 2024 und genauso viele wie in 2023. Bundesweit erhöhte sich die Zahl von 953 in 2024 auf 985 in 2025. 
Die Zahl der gespendeten Organe stieg im Norden von 512 auf 556, bundesweit von 2.855 auf 3.020. Die Zahl der transplantierten Organe betrug im Norden 728 (2024: 634), bundesweit 3.256 (2024: 3.013). Bundesweit gab es 2025 11,8 Organspender pro eine Million Einwohner. Dies entspricht einer Steigerung um 3,4 Prozent. Die Zahl befand sich zwar auf dem höchsten Stand seit 2012. Die DSO stellte aber klar: „Die Zahl der Spenderorgane reicht weiterhin nicht aus, um allen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen." Ende des vergangenen Jahres standen 8.199 Menschen in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan.

Potenzial für mehr Spenden ist vorhanden
Die DSO sieht grundsätzlich das Potenzial für mehr Organspenden vorhanden. Ein Problem ist aus ihrer Sicht, dass nicht jeder Kontakt zu einer tatsächlichen Spende führt. Rund zwei Drittel der gemeldeten Kontakte endeten ohne Organspende; in etwa der Hälfte dieser Fälle, weil keine Zustimmung zur Organspende vorlag. „Die fehlende Zustimmung bleibt damit der häufigste Grund für nicht realisierte Organspenden", teilte die DSO mit. 

Eine zentrale Herausforderung sei weiterhin, dass in vielen Fällen keine dokumentierte Entscheidung der potenziellen Spenderinnen und Spender vorliegt. „Die Mehrheit der Menschen in Deutschland steht der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber, hat ihre persönliche Entscheidung jedoch nicht festgehalten“, wurde der Medizinische Vorstand der DSO, Dr. Axel Rahmel, in einer Mitteilung zitiert. Ohne den erklärten Willen des Spenders müssten Angehörige häufig unter zeitlichem und emotionalem Druck stellvertretend entscheiden. Dies stelle nicht selten eine enorme Belastung für die Familien dar. Vor diesem Hintergrund bewertete der DSO-Vorstand die politische Diskussion um die Widerspruchsregelung als wichtiges Signal. (PM/RED)

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