Organspende: gesundheitspolitische Sprecher der CDU für Widerspruchslösung
„Eine solidarische Gesellschaft darf von jedem Einzelnen erwarten, dass er sich mit der Frage der Organspende auseinandersetzt und eine bewusste Entscheidung trifft. Diese Entscheidung bleibt persönlich und ist in jeder Richtung zu respektieren. Die Widerspruchslösung stärkt damit eine Kultur der Verantwortung und der bewussten Entscheidung“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung zur Organspende, die die gesundheitspolitischen Sprecher gemeinsam beschlossen. Deutschland liege trotz aller Bemühungen der vergangenen Jahre bei den Organspendezahlen im europäischen Vergleich weiterhin deutlich zurück, wurde Hauke Hansen, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU Landtagsfraktion Schleswig-Holstein, in einer Pressemitteilung zitiert. Das stelle die Transplantationsmedizin vor große Herausforderungen.
Selbstbestimmungsrecht bleibt gewahrt
Die Widerspruchslösung überzeuge, weil sie das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen wahre. Zugleich stärke sie die gesellschaftliche Solidarität mit denjenigen, die dringend auf ein lebensrettendes Spenderorgan angewiesen seien, heißt es weiter.
Die CDU-Sprecher verwiesen darauf, dass viele europäische Staaten mit einer Widerspruchslösung höhere Organspenderaten als Deutschland aufwiesen. „In Österreich ist die Widerspruchslösung im Transplantationsrecht seit Jahrzehnten etabliert“, wurde Hansen zitiert. „2025 gab es dort 204 realisierte postmortale Organspenderinnen und Organspender. Das entspricht 22,2 Spendern je eine Million Einwohner. In Deutschland lag dieser Wert im selben Jahr bei 11,8 Spendern je eine Million Einwohner.
Mehr Information und Aufklärung
Die Einführung der Widerspruchslösung müsse von einer dauerhaften Informations- und Aufklärungskampagne, einem transparenten, verlässlichen und datenschutzkonformen Register, in dem ein Widerspruch jederzeit einfach dokumentiert, geändert und widerrufen werden kann sowie einer weiteren Stärkung der Transplantationsstrukturen in den Entnahmekrankenhäusern begleitet werden, forderten die Sprecher der in der Erklärung. (PM/RED)





