Eine Gruppe hält ein Plakat in die Kamera zur Woche der Seelischen Gesundheit
Akteurinnen und Akteure aus dem Kreis Segeberg beteiligen sich an der Aktionswoche zur Seelischen Gesundheit. ©Kreis Segeberg

ÖGD-Engagement zur Woche der Seelischen Gesundheit

Vom 10. bis 20. Oktober läuft bundesweit die Aktionswoche zur Seelischen Gesundheit unter Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). In Schleswig-Holstein gibt es dazu zahlreiche Veranstaltungen, viele davon von den Fachdiensten bzw. Gesundheitsämtern der Kreise und kreisfreien Städten organisiert. Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) macht damit die Relevanz des Themas deutlich.

 

„Lass Zuversicht wachsen – psychisch stark in die Zukunft": Unter diesem Motto präsentiert die Aktionswoche in bundesweit rund 900 Veranstaltungen bis zum 20. Oktober niedrigschwellige Beratungs- und Hilfsangebote ganz unterschiedlicher Akteure. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen machte deutlich, warum das so wichtig ist: „Nationale und globale Krisen, der Klimawandel und Umweltkatastrophen, Krisenherde und Kriege, aber auch Themen wie Inflation, soziale Ungleichheit und eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung belasten viele Menschen in Deutschland gerade auch psychisch und führen bei einem Großteil der Bevölkerung zunehmend zu starker Verunsicherung", hieß es in einer Mitteilung. 

In diesen Zeiten Zuversicht und Resilienz zu entwickeln, psychisch stabil zu bleiben und positiv in die Zukunft zu schauen, falle vielen Menschen immer schwerer. Auch Kinder und Jugendliche litten vermehrt unter psychischen Belastungen, wie etwa die aktuelle COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg zeige. In Schleswig-Holstein laufen in dieser Zeit zahlreiche Veranstaltungen, die vom ÖGD organisiert werden. Einige Beispiele:

  • Kreis Segeberg: Geplant sind u.a. Workshops und Fachvorträge sowie eine Kunstausstellung. Für die Veranstaltungen engagiert sich ein ständig wachsendes Netzwerk. Daran beteiligt sind unter anderem die Koordinierungsstelle für betriebliche Gesundheitsförderung, Hilfeträger im Kreis, die Selbsthilfe, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten. „Damit unsere Gesellschaft psychisch stark in die Zukunft gehen kann, braucht es nicht nur Zuversicht, Resilienz und Flexibilität, sondern vor allem eine breite Aufklärung sowie nachhaltige Maßnahmen zur Prävention psychischer Erkrankungen“, sagt Dr. Sylvia Hakimpour-Zern, Leiterin des Fachdienstes Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung im Kreis Segeberg. Eine Übersicht bietet der Kreis auf seiner Hompepage.
  • Kreis Ostholstein: Dort lädt der Gemeindepsychiatrische Verbund im ganzen Kreisgebiet zu Beratungs- und Infoständen, Kreativstationen, zum Bilderbuchkino für 3-8-jährige Kinder und ihre Angehörigen sowie zu Vorträgen oder Filmvorführungen ein. Der Kreis lädt alle Bürger ein, die Angebote wahrzunehmen, eine Übersicht findet sich auf dessen Homepage.
  • Kreis Herzogtum Lauenburg: Dort lädt das Kreisgesundheitsamt am 10. Oktober um 16 Uhr in die Friedhofskapelle auf dem Neuen Friedhof in der Möllner Straße in Schwarzenbek zu einer Vortragsveranstaltung rund um das Thema „Trauer und Trauerbewältigung“ ein. In mehreren Vorträgen wird gezeigt, wie unterschiedliche Religionen Trauerarbeit leben. Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Kaschlin Butt, führt durch die Veranstaltung und gibt Gelegenheit zum Austausch.
  • Kreis Nordfriesland: Das nordfriesische Aktionsbündnis, bestehend aus dem Kreis sowie regionalen Partnern der DAK-Gesundheit, der Diako Nordfriesland, der AWO Schleswig-Holstein und der Brücke Schleswig-Holstein hat viele Partner für die Woche gewonnen. Es beginnt mit einer Messe zum Thema „Psychisch stark in die Zukunft" am 9. Oktober im Kinocenter Husum. Die Schirmherrschaft über die Woche im Norden hat Landrat Florian Lorenzen. Das Programm ist als Flyer bei der DAK-Gesundheit erhältlich. 


Neben den Kreisen beteiligen sich auch Kliniken. Ein Beispiel ist das UKSH, das in seinem Gesundheitsforum über präventive und psychosoziale Hilfsangebote aufklärt. (PM/RED)

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