Neuer Trend? Flow-Managerinnen in der ZNA
Julia Achtmann und Lisa Tödter sollen Staus der ZNA vermeiden. Sie rufen etwa auf den Stationen an und sorgen für eine schnelle Verlegung oder sie kümmern sich darum, dass verlegungsfähige Patientinnen und Patienten für eine Übernahme ins Haus vorbereitet werden. „Wir behalten den Überblick“, wurde Achtmann in einer Mitteilung der WKK zitiert. Ihre Kollegin Tödter ergänzte: „Wir überwachen, wer eingeliefert wird und wer schon wieder entlassen oder auf eine der Stationen übernommen werden kann und haken nach, wenn es stockt.“ Hierfür fehle den Mitarbeitenden in der ZNA bei besonders großem Patienandrang oft die Zeit.
Organisatorisch sind sie der Pflegedienst-Leitung zugeteilt. „Wer sich um Patienten kümmert, soll sich darauf konzentrieren können und sich nicht noch mit organisatorische Fragen plagen müssen“, sagte Pflegedienst-Leiterin Manuela Eichert. Auch Chefarzt Dr. Lutz Bartz ist von dem Konzept überzeugt, zugleich dämpfte er aber auch mögliche Erwartungen an merkbar reduzierte Wartezeiten. „Bei uns werden die Patientinnen und Patienten nach Dringlichkeit behandelt und ihre Behandlungsdringlichkeit bei der Aufnahme festgelegt. Menschen, für die keine Behandlungsbedürftigkeit in einer Notaufnahme vorliegt, werden von der Arbeit der Flow-Managerinnen erst einmal nichts merken, unsere Mitarbeitenden aber sehr wohl“, so der Chefarzt laut Mitteilung.
Tödter war schon vor ihrer Tätigkeit im WKK tätig, Achtmann wechselte aus einem MVZ in Hamburg, wo sie als Praxis-Managerin gearbeitet hatte, nach Dithmarschen. Flow Management ist zwar kein neues Konzept des WKK, dem Krankenhaus ist aber keine weitere Klinik im Norden bekannt, die solche Kräfte einsetzt. Die Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) bietet Kurse zum Flow Management an. (PM/RED)






