Neuer Campus für Gesundheitsberufe in Reinbek eingeweiht
Der Campus-Neubau auf dem Gelände des Krankenhauses Reinbek kostete 7,9 Millionen Euro, hat eine Fläche von 1.300 Quadratmetern, besteht aus sechs Klassenräumen, vier Gruppenräumen und zwei Skills Labs auf zwei Etagen mit „zeitgemäßer Lernumgebung und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten", wie es in einer Pressemitteilung des Krankenhauses hieß. Die Auszubildenden erhalten hier die Theorie für die Patientenversorgung auf Station, im OP und in der Anästhesie. Die praktische Ausbildung erfolgt auf den Stationen und im OP des benachbarten Krankenhauses.
Statt einer Einweihungsfeier gab es ein Symposium für Auszubildende und interessiertes Fachpersonal mit Schwerpunkt „Robotik im OP“. Zum Symposium war neben dem eigenen Nachwuchs auch der aus anderen Gesundheitsschulen eingeladen. Krankenhausgeschäftsführer Fabian Linke betonte, dass in Reinbek nicht nur für den eigenen Bedarf, sondern auch darüber hinaus ausgebildet werde, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Als Ehrengast war die schleswig-holsteinische Gesundheitsministerin Prof. Kerstin von der Decken aus Kiel gekommen, um sich aus erster Hand über die neue Berufsfachschule und die Menschen, die in ihr lernen, zu informieren. „Dieser Campus wird eine neue Generation von Pflegekräften und Operationstechnischen Assistentinnen und Assistenten hervorbringen. Es sind Projekte wie dieses, die dem Fachkräftemangel durch eine solide Ausbildung in einem modernen Umfeld in den kommenden Jahren entgegenwirken werden“, sagte von der Decken laut einer Pressemitteilung der Klinik.
Vier Ausbildungsgänge in Reinbek
Der Reinbeker Campus für Gesundheitsberufe bietet aktuell vier Ausbildungsgänge in zwei Schulen an: In der Pflegeschule im Erdgeschoss werden Menschen aller Altersklassen zu Pflegefachkräften für die stationäre und ambulante Versorgung ausgebildet. In einer einjährigen Ausbildung werden zudem Pflegehelferinnen und Pflegehelfer darauf vorbereitet, Pflegekräfte in der Patientenversorgung zu unterstützen. In der ATA-OTA-Schule im Obergeschoss geht es um die Ausbildung von Operationstechnischen Assistentinnen und Assistenten (OTA) sowie von Anästhesietechnischen Assistentinnen und Assistenten (ATA).
Im Anschluss an das Symposium machte die Ministerin einen Rundgang durch den Neubau und kam mit den Auszubildenden über die Robotik im OP ins Gespräch. Der OTA-Auszubildende Maximilian Weise erklärte der Ministerin den Da-Vinci-Operationsroboter, der für die Veranstaltung im Campus aufgestellt wurde. Ein baugleicher OP-Roboter steht 100 Meter weiter im Zentral-OP des St. Adolf-Stiftes. (PM/RED)





