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Mehrheit aufgeschlossen für digitale Ersteinschätzung

Vor dem Arztbesuch eine digitale medizinische Ersteinschätzung: In Norddeutschland kann sich das mehr als die Hälfte der Bevölkerung vorstellen. Dies zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).

58 Prozent der Menschen in Norddeutschland (Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und Niedersachsen) können sich vorstellen, bei neu auftretenden gesundheitlichen Beschwerden eine digitale medizinische Ersteinschätzung zu nutzen. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt auch, dass 30 Prozent der Befragten Schwierigkeiten haben, bei neuen gesundheitlichen Beschwerden eine geeignete Arztpraxis zu finden. 39 Prozent der Norddeutschen warten laut Umfrage mehrere Monate von der Terminvereinbarung bis zum Termin in der Praxis.
Die TK interpretiert die Ergbenisse als Zeichen dafür, dass viele Menschen unsicher seien, an welche Ärztin oder welchen Arzt sie sich bei neuen Beschwerden wenden könnten. Eine digitale Ersteinschätzung könne Orientierung bieten und dafür sorgen, dass Patientinnen und Patienten von Beginn an in die richtige Versorgung gelangten. Mit der Ersteinschätzung ließen sich Symptome umgehend einordnen, die Dringlichkeit eines Arztbesuchs bewerten und passende Behandlungspfade empfehlen, so die TK.
Die Umfrageergebnisse geben auch Aufschluss darüber, wie die Menschen bislang in die ärztliche Versorgung gelangen. Um die passende Facharztrichtung sowie eine geeignete Arztpraxis zu finden, wenden sich 31 Prozent an ihre Ärztin oder ihren Arzt. 65 Prozent fragen ihre Familie oder im Freundeskreis und 45 Prozent schauen sich die Websites von Arztpraxen an. Auf Portalen und in Apps informieren sich 27 Prozent der Befragten, während 26 Prozent in sozialen Medien recherchieren.
Die Ergebnisse bestätigen frühere Umfragen, die ebenfalls im Auftrag von Krankenkassen in Auftrag gegeben worden waren. Digitale Ersteinschätzung wird zunehmend als Mittel diskutiert, um einer Überlastung des Gesundheitssystems entgegen zu wirken.  (PM/RED)

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