Luftretter aus Niebüll auch nachts in Dänemark unterwegs
Der in Niebüll stationierte Rettungshubschrauber Christoph 5 kann seit kurzem auch bei Dunkelheit für lebensrettende Einsätze in Dänemark alarmiert werden. Eine entsprechende Vereinbarung hatten die Region Syddanmark und die DRF Luftrettung Anfang Juni geschlossen.
Damit wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die seit Stationseröffnung im Jahr 2005 besteht, ausgebaut. Für einen solchen Einsatz fragt die Leitstelle im dänischen Odense die Verfügbarkeit bei der Leitstelle in Harrislee an. Die deutschen Disponenten übermitteln die Einsatzdaten mit der Alarmierung an das Hubschrauberteam. Die medizinische Übergabe zwischen dem Personal der dänischen Rettungswagen und des Hubschrauberteams erfolgt in englischer Sprache, ebenso später zwischen Hubschrauber- und Klinikteam. Die Kommunikation mit der Klinik sowie die Übermittlung aller Vitalparameter übernehmen grundsätzlich die dänischen Teams. Mithilfe der in Dänemark standardisierten digitalen Patientenakte hat die aufnehmende Klinik die Möglichkeit, sich schon im Voraus auf alle Besonderheiten des Patienten wie etwa Allergien oder bekannte Vorerkrankungen vorzubereiten.
Der Einsatz des Hubschraubers ermöglicht einen deutlich schnelleren Transport als mit dem dänischen Rettungswagen. Auf deutscher Seite ist der in Niebüll stationierte Hubschrauber seit 2024 für Einsätze in der Dunkelheit ausgerüstet. 2024 wurde Christoph Europa 5 zu insgesamt 1.312 Einsätzen alarmiert, davon 929 in der Notfallrettung und 383 zum Transport kritisch kranker oder verletzter Patientinnen und Patienten zwischen Kliniken. (PM/RED)





