Krebsvorsorge wird stärker genutzt
19,3 Prozent der Männer über 45 Jahren nutzten die Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung, im Vorjahr waren es 18,7 Prozent. Bei den Frauen im Alter ab 20 Jahren ist die Inanspruchnahme im Jahr 2025 ebenfalls weiter angestiegen auf 35,9 Prozent, im Vorjahr lag der Wert bei 35,3 Prozent.
AOK-Chef Tom Ackermann begrüßte zwar den positiven Trend, die Inanspruchnahme sollte aus seiner Sicht aber stärker sein. „Trotz der positiven Entwicklung gibt es bei der Krebsfrüherkennung noch erhebliches Steigerungspotenzial. Besonders bei den Männern liegt der Wert auf einem zu geringen Niveau. Wir appellieren daher dringend, die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen besser zu nutzen. Vorsorge ist sinnvoll angelegte Zeit. Denn die Chance der frühen Diagnostik kann Leben retten”, wurde Ackermann in einer Mitteilung der Krankenkasse zitiert.
Gute Heilungschancen bei früher Diagnostik
Die AOK verwies in der Mitteilung auf den Zusammenhang zwischen frühem Erkennen eines Tumors und Heilungschancen. Männer haben ab dem Alter von 45 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Dazu gehören die Untersuchungen der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane sowie das Abtasten der regionären Lymphknoten. Frauen haben ab dem Alter von 20 Jahren einmal jährlich Anspruch auf Krebsfrüherkennung. Dazu gehören Untersuchungen der Geschlechtsorgane und ein Abstrich vom Muttermund sowie aus dem Gebärmutterhals. Ab dem 35. Lebensjahr wird der Abstrich alle drei Jahre durchgeführt, zusätzlich erfolgt ein Test auf humane Papillomviren (HPV). Ab dem Alter von 30 Jahren ist ein Abtasten der Brust und der Achselhöhlen vorgesehen. (PM/RED)





