Krankenhaus Geesthacht schließt Abteilungen früher
Das Krankenhaus Geesthacht hat die Einstellung des Regelbetriebs in mehreren Bereichen vorgezogen. In den Bereichen Geburtshilfe und Gynäkologie, Intensivstation, auf den chirurgischen Stationen, in der Notaufnahme und in der Kardiologie findet kein Betrieb mehr statt. Als Grund nannte der private Träger eine „dynamisch veränderte Personalsituation, die einen durchgehend belastbaren Dienst über das Wochenende in diesen Bereichen nicht mehr sicher gewährleisten lässt."
Die letzte Geburt am Krankenhaus Geesthacht wurde laut Mitteilung des Krankenhauses am 19. März 2026 begleitet. Weitere Geburten werden nicht mehr angenommen. Bereits vereinbarte Termine in den betroffenen Bereichen wurden abgesagt. Die Patientinnen und Patienten seien informiert und an andere Versorger verwiesen worden. Das Haus bleibe im Übrigen geöffnet und für Patientinnen und Patienten weiter erreichbar. Kleinere Notfälle, die keiner intensivmedizinischen Versorgung bedürfen, könnten weiterhin am Standort vorgestellt werden. Planbare Leistungen außerhalb der jetzt geschlossenen Bereiche werden „nach medizinischer und personeller Lage fortlaufend geprüft und gesteuert", hieß es.
Die Mitarbeitenden in den betroffenen Bereichen sollen bezahlt freigestellt werden, sobald einzelne Abteilungen vollständig abgerüstet sind. Laut Geschäftsführer Prof. Lars Timm soll der planmäßige Start der Fachklinik zum 1. April eingehalten werden. Das Krankenhaus war mehrfach insolvent und hat einen Trägerwechsel hinter sich. (PM/RED)




