Krankenhaus Geesthacht arbeitet „wirtschaftlich tragfähig"
Das Krankenhaus im Süden des Landes hat, wie berichtet, einen tiefgreifenden Strukturwandel hinter sich. Seitdem konzentriert sich das Haus auf die Bereiche Psychiatrie und Geriatrie mit Akutfunktion. Dieser Wandel sei „geglückt", meldet das Haus nun. Näheres wollen Geschäftsführung und Gesellschafter auf einer Pressekonferenz Ende Oktober mitteilen. Dann sollen eine Halbjahresbilanz und Ankündigungen zu geplanten Entwicklungsschritten folgen.
Jahressonderzahlung angekündigt
Zur Erinnerung: Das Krankenhaus musste zwei Sanierungsverfahren überstehen, nachdem der Betrieb in akute wirtschaftliche Schieflage geraten war. Inmitten dieses Prozesses übernahm die CTP-Gruppe die Trägerschaft von den Johannitern, meldete kurz darauf erneut Insolvenz für das Krankenhaus an. Zwei Jahre nach Verkündung des ersten Sanierungsverfahrens können die Mitarbeitenden laut Mitteilung damit rechnen, dass ihnen der Träger im November eine Jahressonderzahlung überweist.
Besondere Rolle der Geriatrie
Betont wird in der Mitteilung auch die besondere Rolle der Geriatrie für den Standort. Der Ärztliche Direktor Dr. Martin Willkomm wird mit den Worten zitiert: „Ältere Menschen kommen selten mit nur einer Erkrankung zu uns. Sie brauchen jemanden, der den ganzen Menschen sieht, und sie brauchen nach schweren Erkrankungen oder Unfällen jemanden, der mit ihnen weitermacht. Auf diesem Campus sind die Wege dafür kurz und wir kennen die Menschen.“
Noch ist nichts offiziell
Offiziell ist aber noch nicht geklärt, in welchem Umfang das Krankenhaus Geesthacht in der Versorgungsregion Süd künftig zur geriatrischen Versorgung beitragen wird. Auf der Regionalkonferenz für den Süden des Landes vor wenigen Tagen hatte das Ministerium lediglich die starke Rolle des Rot Kreuz-Krankenhauses Lübeck für die Geriatrie hervorgehoben. Neben Geesthacht gibt es auch in Ratzeburg und in Bad Oldesloe noch geriatrische Standorte in der Versorgungsregion. Eine Bestandsgarantie wurde zumindest nach außen für keinen dieser Standorte gegeben. Das Ministerium will noch prüfen, ob alle drei Standorte den vom Bund vorgesehenen Status einer Fachklinik erfüllen. Alternative wäre ein Sektorenübergreifendes Versorgungszentrum. (PM/RED)






