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Krankenhaus Geesthacht: Amtsgericht hebt Insolvenzverfahren auf

Mit Beschluss vom 31. März 2026 hat das Amtsgericht Schwarzenbek das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über das Krankenhaus Geesthacht aufgehoben. Damit beginnt für den Standort offiziell ein neuer Abschnitt. Das Krankenhaus Geesthacht spezialisiert sein Leistungsangebot.

Das Krankenhaus Geesthacht informierte am ersten April darüber, dass es sich sich künftig auf die medizinischen Bereiche, in denen es auch im Kontext der Krankenhausreform eine verlässliche Zukunft sieht, konzentrieren wird. Hierzu zählt der private Träger CTP die Geriatrie, die Innere Medizin und die Psychiatrie. Letztere umfasst neben dem stationären Angebot auch fünf Tageskliniken sowie Psychiatrische Institutsambulanzen (PIA).

„Verlässlicher Ansprechpartner” für drei Versorgungsbereiche
Als zentrale Botschaft aus der Aufhebung des Insolvenzverfahrens nannte der Träger die weitere Existenz des Hauses. „Patientinnen und Patienten finden hier auch künftig einen verlässlichen Ansprechpartner für geriatrische, psychiatrische und internistische Versorgung sowie für ambulante medizinische Leistungen am Standort. Auch eine internistische Anlaufstelle für kleinere Notfälle bleibt für Anwohner sowie den Rettungsdienst von montags bis freitags von acht bis 16 Uhr erreichbar", hieß es in einer Mitteilung. Zudem bleibe die Diagnostik, inklusive Radiologie mit Röntgen und CT, in Betrieb, um eine präzise Erstversorgung und fachgerechte Steuerung der Patienten zu garantieren.  „Geesthacht bleibt ein Ort lokaler, medizinischer Versorgung mit regionalem Anspruch. Das Haus entwickelt sich zu einem tragfähigen, zukunftsgerichteten Standort – aus unserer Sicht durchaus mit Modellcharakter auch für andere Einrichtungen", wurde Geschäftsführer Captain Thomas Pötzsch in der Mitteilung zitiert.

Sanierung als Bedingung für den Fortbestand
 Das Sanierungsverfahren für das Krankenhaus Geesthacht begann am 28. Oktober 2025. Der Antrag wurde nach eigenen Angaben notwendig, weil sich zeigte, dass die wirtschaftliche Lage des Hauses deutlich schwieriger war als ursprünglich angenommen. Gleichzeitig sollte das Krankenhaus rechtzeitig auf die absehbaren Anforderungen der Krankenhausstrukturreform reagieren. In der Restrukturierung waren deshalb auch schmerzhafte Entscheidungen unvermeidbar: Mehrere Bereiche, darunter die Notaufnahme und die Geburtshilfe, wurden stillgelegt. Rund 250 Mitarbeitende mussten das Haus verlassen. Nach Ansicht des Trägers hat die Sanierung die Grundlage für den Fortbestand des Standorts geschaffen. (PM/RED)

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