Klinikclowns begleiten Kinder durch die OP am SKK
Auch nach der Aufwachphase ist der Klinikclown wieder vor Ort und begleitet das Kind im Idealfall wieder zurück auf die Kinderstation. Das Projekt wurde von den Kliniken für Anästhesie, Chirurgie sowie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin einschließlich der OP-Teams und der Hygiene erarbeitet und umgesetzt. Die ersten Kinder konnten bei der Narkoseeinleitung erfolgreich begleitet werden.
Laut Mitteilung des Städtischen Krankenhauses in Kiel ist das Feedback der Kinder und der Eltern positiv. Schon bislang hatten die Einsätze der ausschließlich spendenfinanzierten Auftritte der Klinikclowns gezeigt, dass den Kindern damit Ängste und Stress vor medizinischen Eingriffen genommen werden können. „Damit wird es auch wahrscheinlicher, dass das zu behandelnde Kind weniger Schmerzen empfindet“, sagte PD Dr. Tobias Ankermann, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Die Eltern als Begleitung der Kinder seien wichtig - doch seien die oft selbst ängstlich oder gestresst und übertrügen diese Angst oftmals auf das Kind. Der Klinikclown könne auch den Eltern eine Hilfe sein.
Klinikclown Upps erklärte nach den ersten OP-Erfahrungen, dass die Eltern - die im Gegensatz zum Klinikclown nicht mit in den OP dürfen - erleichtert seien, wenn sie hinterher Feedback erhielten. „Viele Eltern warten die OP ab. Ich suche sie, wenn ich den OP verlassen habe, auf und berichte über die Momente, bevor ihr Kind komplett sediert ist und auch ich den OP verlasse.“ Die Kinder seien durch ihn abgelenkt und häufig sei aufgrund der Entspannung weniger Narkosemittel notwendig und auch der Venenzugang leichter zu legen.
Vor geplanten Operationen werden Eltern im Städtischen angesprochen, ob sie eine Begleitung ihrer Kinder in den OP durch einen Klinikclown wünschen. Einzige Einschränkung sind Notfalloperationen bei Kindern. In diesen Fällen ist eine OP-Begleitung nicht möglich. (PM/RED)






