Ein kleiner weißer Roboter steht im Vordergrund auf einem leeren Platz in einem Klassenzimmer. Um den Platz herum sind die Stühle mit Schulkindern gefüllt, einige von ihnen melden sich.
Mithilfe eines teddybärgroßen Telepräsenzroboters können krebskranke Kinder auch während längerer Krankenhausaufenthalte oder Therapien am Unterricht teilnehmen. Sie sehen und hören ihre Klasse, können sich melden und dazugehören. © No Isolation

Kinder mit Krebs bleiben „Mittendrin"

Ein Telepräsenzroboter ermöglicht an Krebs erkrankten Kindern die Teilnahme am Schulunterricht - ein Beispiel aus Schleswig-Holstein, wie betroffenen Kindern geholfen werden kann. Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft nimmt den Internationalen Kinderkrebstag am 15. Februar zum Anlass, auf die Bedeutung der Teilhabe hinzuweisen.

Zum Internationalen Kinderkrebstag am 15. Februar machte die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft mit einer Pressemitteilung auf die besondere Situation krebskranker Kinder und ihrer Familien aufmerksam und verwies zugleich auf Angebote, die den betroffenen Familien Nähe, Teilhabe und Zuversicht ermöglichen.

2.300 Kinder erkranken jährlich an Krebs 
Laut Kinderkrebsregister erhalten jährlich rund 2.300 Kinder und Jugendliche in Deutschland die Diagnose Krebs - am häufigsten sind dies Leukämien, gefolgt von Tumoren des zentralen Nervensystems und Lymphomen. Für die Betroffenen gibt es neben medizinischer Hilfe Aufklärung, Begleitung und Unterstützungsangebote. Ein solches Projekt ist „Mittendrin“: Ein Telepräsenzroboter ermöglicht krebskranken Kindern trotz langer Fehlzeiten die Teilnahme am Schulunterricht. Sie können ihre Klasse sehen, hören und mit ihr interagieren. Damit bleiben sie Teil ihrer Klassengemeinschaft, Freundschaften können bestehen bleiben, Alltagsmomente geteilt werden - ein Stück Normalität bleibt erhalten.

„Gerade in einer Zeit, in der so vieles fremd und beängstigend ist, kann diese Verbindung zur Schule und zu Gleichaltrigen Halt geben“, wurde Maxi Liekfeldt, Projektleiterin bei der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft, in der Pressemitteilung zitiert.  Das Projekt „Mittendrin“ entlaste die Familien und sei ein Hoffnungsschimmer im herausfordernden Alltag. (PM/RED)

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