Sechs Männer im Anzug oder im Arztkittel stehen vor einem Behandlungsraum, der mit einem roten Band abgesperrt ist. Das Band wird gleich durchschnitten.
Symbolisch für die Eröffnung wurde en rotes Band zerschnitten. 3. von rechts: UKSH-Chef Prof. Jens Scholz.

Kardiologie: Neues Interventionszentrum am UKSH in Kiel

Das neue Kardiologische Interventions-Centrum (KIC) führt die Herzkatheterlabore der Klinik für Innere Medizin III (Kardiologie und konservative Intensivmedizin) und der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie zusammen. Der reguläre Betrieb startet am 27. September.

Laut UKSH ist mit dem KIC eine der modernsten Einrichtungen ihrer Art in Europa entstanden. Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen können im KIC minimalinvasiv untersucht und behandelt werden. Der Standort im zentralen Klinikgebäude Haus C direkt neben der Interdisziplinären Notaufnahme mit ihrer Chest-Pain-Unit ermögliche schnelle Hilfe bei Herz-Notfällen.

 Auf rund 1.500 Quadratmetern bietet das KIC einen Überwachungsbereich für die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie sechs Behandlungsräume. Sie sind mit innovativer Bildgebung ausgestattet, die nach Angaben des UKSH besonders präzise Eingriffe ermöglicht.

Folgende Punkte hob das UKSH zur Eröffnung besonders hervor: 

  • Die Kombination verschiedener Verfahren wie Durchleuchtung und Ultraschall. Dies erlaubt dem Behandlungsteam, komplexe Eingriffe  schonend und exakt zu steuern. Für die Behandlung der koronaren Herzkrankheit können moderne Verfahren zur Einschätzung der Erkrankung wie optische Kohärenztomographie (OCT) oder Druckdrahtverfahren genutzt werden. Zwei der Labore sind speziell auf die Behandlung von Rhythmusstörungen des Herzens ausgelegt. Hier ermöglichen unter anderem 3D-Mapping-Verfahren die exakte Lokalisation und Behandlung auch komplexer Arrhythmien.
  • Das KIC verbessere die Versorgung von Kindern mit schweren Herzrhythmusstörungen. Zuvor konnten die jungen Patientinnen und Patienten nur räumlich getrennt von der Kinderkardiologie mit Verfahren wie etwa 3D-Mapping behandelt werden. Mit dem neuen Zentrum arbeiten Kinderkardiologie und Elektrophysiologie unter einem Dach.

Prof. Derk Frank, Direktor der Klinik für Innere Medizin III, sagte zur Eröffnung: „Wir verfügen hier über Räume, die für den jeweiligen Einsatzzweck hochspezialisiert ausgerüstet sind – etwa für die Behandlung von Herzinfarkten und koronarer Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen sowie Defekten der Herzklappen und der Herzscheidewand. Entscheidend ist auch die Nähe zur Notaufnahme, sodass wir in akuten Fällen noch schneller handeln können.“ Zudem ermöglichen es neu geschaffene Strukturen der ambulanten Medizin innerhalb des KIC, zukünftig viele Patientinnen und Patienten am selben Tag aufzunehmen und wieder zu entlassen.

Künftig können im KIC jährlich mehr als 4.000 Erwachsene sowie circa 400 Kinder und Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern versorgt werden. Die medizintechnische Ausstattung im Zentrum hat laut UKSH einen Gesamtwert von rund neun Millionen Euro Euro. Die Kosten für den Umbau im Rahmen des baulichen Masterplans des UKSH belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro. (PM/RED)

 

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