Zwei Frauen und ein Mann stehen neben einer Plakatwand mit der Aufschrift "Wusstest Du, dass man durch Sex Krebs bekommen kann?"
Ströer-Niederlassungsleiterin Iris Petersen (vorne links), Projektleiterin Maxi Liekfeldt und Schatzmeister Jörg Arndt präsentieren eine der ersten Plakatflächen der Kampagne.

HPV: Krebsgesellschaft startet Aufklärungskampagne

Acht von zehn Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren (HPV). Bei rund zehn Prozent der Betroffenen entwickelt sich daraus Krebs – dennoch ist die HPV-Impfung, die laut STIKO für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren empfohlen wird, nicht weit verbreitet. Eine Kampagne der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft soll das ändern.

Mit dem Slogan „Baby, don’t hurt me!" appelliert die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft seit dem 10. März auf großflächigen Plakaten an ausgewählten prominenten Standorten in ganz Schleswig-Holstein an die Bevölkerung, sich per HPV-Impfung zu schützen. In einer Mitteilung zur Kampagne erinnert die Krebsgesellschaft an die weite Verbreitung der Humanen Papillomviren: „8 von 10 Menschen stecken sich im Laufe ihres Lebens damit an. Etwa jeder zehnte Betroffene entwickelt daraus Krebs – etwa Gebärmutterhals-, Anal- oder Peniskrebs sowie Krebs im Mund- und Rachenraum. Eine wirksame Maßnahme zur Vorbeugung ist die HPV-Impfung, die laut STIKO für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren empfohlen wird. Sie ist besonders wirksam, wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt abgeschlossen ist."

Impfquote ist bei Jungen besonders niedrig
Barbara Dalmer, Vorsitzende der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft, will das Thema HPV mit der Kampagne aus einer Tabuzone holen und die Impfquote erhöhen. Bislang liegt diese - trotz einer hohen Schutzwirkung - in Schleswig-Holstein bei nur 60 Prozent. Insbesondere bei Jungen (41%) ist noch viel Luft nach oben. Als Grund vermutet die Krebsgesellschaft: „Viele Eltern wissen zu wenig über die Relevanz der Impfung – oder schieben sie auf."
 

Die Kosten für die Impfung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen bei Versicherten bis zum 18. Lebensjahr. Projektleiterin Maxi Liekfeldt warnte davor, das Thema HPV weiter zu stigmatisieren. „Es geht um Schutz, nicht um Sexualität. Wir wollen zeigen, dass Impfen Leben retten kann", wurde Liekfeldt in der Mitteilung der Krebsgesellschaft zitiert. Die Kampagne ist eine Erweiterung der „Check dich selbst“-Kampagne zur Aufklärung über Früherkennung von Brust- und Hodenkrebs. Weitere Informationen und Materialien zur HPV-Aufklärung gibt es online www.checkdichselbst.de/hpv  (PM/RED)

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