Hackerangriff auf Ameos-Kliniken - Folgen unklar
Die Folgen eines Hackerangriffs auf die Ameos-Klinikgruppe, die auch zahlreiche Einrichtungen in Schleswig-Holstein unterhält, sind auch Wochen später noch nicht abzuschätzen. Die Ameos-Gruppe teilte Ende August mit, dass die Täter durch den Angriff von einigen Standorten teilweise personenbezogene Daten unrechtmäßig erlangt hätten. Ob auch Standorte in Schleswig-Holstein betroffen sein könnten, blieb unklar.
„Die AMEOS Gruppe wurde unverschuldet Opfer eines kriminellen Cyberangriffs. Ein Angriff auf Einrichtungen des Gesundheitswesens wiegt besonders schwer, weil dies Orte der Hilfe, Sicherheit und Fürsorge sind. Meist zielen derlei Angriffe bewusst auf die Schwächung der kritischen Infrastruktur ab, was als besonders niederträchtig einzustufen ist.“, zitierte die Klinikgruppe ihr Vorstandsmitglied Freddy Eppacher in einer Mitteilung. „Gemeinsam mit den zuständigen Behörden und externen Dienstleistern arbeiten wir mit Hochdruck und vollständiger Transparenz an der Aufklärung des Angriffs. Der Schutz unserer Patientinnen und Patienten, ihrer Angehörigen und unserer Mitarbeitenden hat dabei für uns absolute Priorität.“, hieß es weiter.
Er betonte, dass die Einrichtungen medizinisch jederzeit einsatzbereit gewesen seien. Zur Aufarbeitung des Vorfalls arbeite die Gruppe mit internen und externen forensischen Expertinnen und Experten, den Datenschutzbehörden der Bundesländer sowie dem Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt zusammen. Dort wurde zentral eine Strafanzeige erstattet. Betroffene Personen seien gemäß DSGVO informiert worden und könnten Auskunft über ihre Daten erhalten. Für weitere Informationen und das Auskunftsformular stellte Ameos folgenden Link zur Verfügung: https://www.ameos.eu/datenschutz/datenschutzvorfall-gem-art-34-dsgvo/ (PM/RED)



