platzhalter_aerzteblatt

Gynäkologie in Geesthacht unter neuer ärztlicher Leitung

Das Krankenhaus Geesthacht stellt die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe unter Leitung der ehemaligen Oberärztin Dr. Katharina Steffens. Die Versorgung soll bis Ende März 2026 aufrechterhalten bleiben.

Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Geesthacht soll bis Ende März aktiv bleiben. Bis dahin übernimmt die ehemalige leitende Oberärztin Dr. Katharina Steffens die ärztliche Verantwortung. Darauf verwies das Krankenhaus in einer Pressemitteilung.
Der bisherige Chefarzt Dr. Klaus von Oertzen war zum Jahresende in den Ruhestand gegangen. Das Krankenhaus betonte, das Steffens mit ihrem Team aus Hebammen, Pflegekräften und ärztlichem Dienst sicherstelle, „dass die operative Gynäkologie sowie Mütter und Neugeborene auch in den kommenden Wochen gut und sicher begleitet werden."

Klinik betont Fortbestand
Die medizinische Versorgung werde insgesamt in allen Abteilungen des Krankenhauses Geesthacht zuverlässig erbracht. „Patientinnen und Patienten können die Dienste des Krankenhauses auch in der aktuellen Phase uneingeschränkt in Anspruch nehmen", hieß es in einer Mitteilung. Alle derzeit vorgesehenen Leistungen würden vorgehalten. Dies gelte ausdrücklich für operative Eingriffe, einschließlich der Chirurgie, sowie für die Geburtshilfe. Auch die zentrale medizinische Versorgung für akute internistische Erkrankungen bestehe fort.
„Für die Mitarbeitenden in Medizin und Pflege steht in dieser Phase das Wohl der Patientinnen und Patienten klar im Mittelpunkt. Die Teams leisten unter besonderen Rahmenbedingungen einen hohen Einsatz, um eine sichere Versorgung zu gewährleisten. Dieses Engagement trägt die medizinische Stabilität des Hauses“, wurde der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Dr. Frank Templin, in der Mitteilung zitiert. 

Über den 31. März hinaus wird das Krankenhaus Geesthacht, wie berichtet, nur noch die Psychiatrie, die Geriatrie und eine Innere Medizin mit Akutfunktion anbieten. Geschäftsführer Prof. Lars Timm betonte: „Die aktuelle Struktur stellt sicher, dass sowohl operative Leistungen als auch die internistische Akutversorgung überwiegend verlässlich angeboten werden. Gleichzeitig arbeiten wir intensiv daran, ambulante und stationäre Angebote zukünftig sinnvoll zu verzahnen. Das ist medizinisch geboten und entspricht der bundespolitisch gewollten künftigen Versorgungslogik.“

Auf der Suche nach neuen Modellen
Gemeinsam mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, der eigenen Belegschaft sowie externen Partnern werden nach Angaben des Krankenhauses derzeit Modelle für eine stärkere ambulante Versorgung entwickelt. Dazu zählten insbesondere die stärkere betriebliche Einbindung des MVZ sowie der Betrieb von ambulanten Angeboten. Konkrete Ausgestaltungen sollen in den kommenden Wochen schrittweise vorgestellt werden.
Zentrales Ziel aller Beteiligten bleibe, Stabilität zu gewährleisten und eine Regelinsolvenz zu vermeiden. Die Fortführung der bestehenden Versorgungsstruktur bis zum 31. März 2026 sei wesentlicher Bestandteil dieses Weges und stelle zugleich sicher, dass Löhne und Gehälter zuverlässig gezahlt werden können. Das Krankenhaus Geesthacht war 2025 von der privaten CTP-Gruppe übernommen worden und hatte noch im gleichen Jahr erneut Insolvenz angemeldet. Der Gläubigerausschuss hatte entschieden, dass das Krankenhaus Teil der CTP-Gruppe bleibt. (PM/RED)

Weitere Meldungen
platzhalter_aerzteblatt
12.02.2026

Die Versorgungsregionen werden für die Zuteilung der Leistungsgruppen eine Rolle spielen. Das…

platzhalter_aerzteblatt
12.02.2026

Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung werden bei gesetzlich Versicherten höchstens drei Mal von der…

platzhalter_aerzteblatt
11.02.2026

Für alle Röntgeneinrichtungen, die für dosisintensive Durchleuchtungsuntersuchungen am Menschen…

Eine Frau und ein Mann flankieren einen weiß-blauen, menschenähnlichen Roboter auf einem Flur des UKSH, Campus Kiel.
Prof. Franziska Uhling und Felix Prell mit HuGo ©UKSH
11.02.2026

Der humanoide Roboter HuGo könnte künftig Pflegekräfte und Servicemitarbeitende in Kliniken von…

Eine Frau sitzt an einem Computer. Sie ist schräg von hinten zu sehen, zu sehen ist ebenfalls der Inhalt des Bildschirms.
©Segeberger Kliniken
10.02.2026

Die Segeberger Kliniken führen ein neues digitales Patientenportal ein. Ziel sei es, den…

Ein kleiner weißer Roboter steht im Vordergrund auf einem leeren Platz in einem Klassenzimmer. Um den Platz herum sind die Stühle mit Schulkindern gefüllt, einige von ihnen melden sich.
Mithilfe eines teddybärgroßen Telepräsenzroboters können krebskranke Kinder auch während längerer Krankenhausaufenthalte oder Therapien am Unterricht teilnehmen. Sie sehen und hören ihre Klasse, können sich melden und dazugehören. © No Isolation
09.02.2026

Ein Telepräsenzroboter ermöglicht an Krebs erkrankten Kindern die Teilnahme am Schulunterricht - ein…