Frau mit halblangen dunklen Haaren und Brille trägt einen weißen Arztkittel. Sie schaut freundlich in die Kamera.
Dr. Sonja Wigand, Sektionsleiterin der Klinik für Geriatrie in der Schön Klinik Eckernförde. © Schön Klinik Gruppe

Geriatrische Expertise ab Aufnahme in Eckernförde

In der Notaufnahme der Schön Klinik Eckernförde beurteilt ab sofort das Behandlungsteam in der internistischen Notfallambulanz, ob eine geriatrische Mitbehandlung angezeigt ist. Ziel ist es, den Patienten belastende Umzüge im Haus zu ersparen.

Die Betreuung der Patientengruppe übernimmt in Eckernförde ein interdisziplinäres Team aus Geriatrie, Innerer Medizin, speziell geschulter Pflege und Therapie. Neben dem akuten Krankheitsbild werden von Beginn an auch chronische Begleitprobleme berücksichtigt. Die Therapieziele werden im Verlauf kontinuierlich angepasst.

Nach Überzeugung der Klinikverantwortlichen kann man damit dem besonderen Bedarf älterer Menschen im Akutfall besser gerecht werden. Die sofortige geriatrische Einschätzung führe dazu, dass geeignete Patienten sofort von der Geriatrie mit betreut werden. „Dieses nahtlose Vorgehen erspart gerade orientierungseingeschränkten Patientinnen und Patienten belastende Umzüge innerhalb des Hauses“, hieß es in der Mittelung der Klinikgruppe. 

Gezielter therapieren und Risiken besser managen
Eckernfördes ärztlicher Direktor Dr. Jonathan Hartmann, Chefarzt des Kompetenzzentrums für Innere Medizin und Altersmedizin, sieht in der Umstellung einen „medizinischen Mehrwert“. „Durch diese Erweiterung können wir gezielter therapieren, Risiken besser managen und die Selbstständigkeit unserer Patientinnen und Patienten wirkungsvoller erhalten“, wurde Hartmann in einer Mitteilung der Schön Klinik zitiert. 

Dr. Sonja Wigand, Sektionsleiterin der Klinik für Geriatrie, sieht in der früher einsetzenden geriatrischen Einschätzung die Chance, Behandlungsergebnisse zu verbessern. Die geriatrische Frührehabilitation könne parallel zur akutmedizinischen Behandlung schnellstmöglich beginnen. „Sie soll das Risiko von Komplikationen, etwa einem Muskelabbau infolge von Immobilisierung, senken, funktionelle Einschränkungen möglichst erhalten oder verbessern und damit die größtmögliche Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten unterstützen", so Wigand. (PM/RED)

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